Ferdinand Habsburg ist zum neuen Generalsekretär der päpstlichen Stiftung und des weltweiten Hilfswerks „Kirche in Not“ (ACN) mit Sitz in Königstein im Taunus ernannt worden. Dort ist er bereits seit September 2025 auch als Direktor für Kommunikation und Fundraising tätig.
Der 60-jährige Habsburg ist Österreicher, aber in der Schweiz aufgewachsen. Am Gymnasium des Klosters Einsiedeln erwarb er die Matura und studierte anschließend in Berlin Germanistik, Internationale Beziehungen und Anthropologie.
Nach seinem Studium folgte eine erfolgreiche Laufbahn in Marketing und Medien. Unter anderem arbeitete er in der Pay-TV-Abteilung von „Bertelsmann“, als Manager bei „Procter & Gamble“ und als Verantwortlicher für den Fernsehbereich bei „Red Bull“. 2007 gründete er „Da Vinci Media“, ein Unternehmen, das auf Bildungsinhalte und Unterhaltung für Familien in Europa, Asien und Afrika spezialisiert ist. Habsburg ist Vater von drei erwachsenen Kindern und mit der TV-Journalistin Tita von Hardenberg verheiratet.
Seine erste Begegnung mit „Kirche in Not“ (ACN) hatte Habsburg bereits 1985, als er ein Jahr lang im koptisch-katholischen Patriarchat in Kairo, einem Projektpartner des Hilfswerks, tätig war. Er freue sich auf die neue Aufgabe und dankte dem Verwaltungsrat von „Kirche in Not“ für das entgegengebrachte Vertrauen. „In einer Zeit, in der unsere christlichen Brüder und Schwestern in vielen Ländern der Welt verfolgt werden, ist die Mission von ,Kirche in Not‘, die leidende und verfolgte Kirche zu unterstützten, wichtiger denn je“, sagte Habsburg.
Regina Lynch, Geschäftsführende Präsidentin von „Kirche in Not“ (ACN), schätzt am neuen Generalsekretär neben der „tiefen Verbundenheit“ mit der Mission des Hilfswerks vor allem die „herausragenden analytischen und strategischen Stärken, seine Fähigkeit, zuzuhören und Synergien zu schaffen, und seine umfassende Berufserfahrung“.
Ferdinand Habsburg folgt auf Philipp Ozores, der nach zwölf Jahren Tätigkeit bei „Kirche in Not“ das Hilfswerk verlässt und unter anderem die Leitung eines Familienweinguts in der Pfalz übernimmt. Regina Lynch dankte Ozores für die jahrelange und erfolgreiche Arbeit für „Kirche in Not“. „In diesen Jahren hat sich das Volumen, mit dem wir die leidende und verfolgte Kirche unterstützen, fast verdoppelt“, bestätigte die Geschäftsführende Präsidentin.
„Kirche in Not“ ist eine päpstliche Stiftung und ein weltweit tätiges Hilfswerk, das sich rein aus Spenden finanziert. In 24 Ländern gibt es Nationalbüros; die Internationale Zentrale befindet sich in Königstein im Taunus bei Frankfurt am Main. Das Hilfswerk unterstützt die Kirche weltweit in materieller und geistlicher Not, einschließlich extremer Armut und Verfolgung. Im Jahr 2024 finanzierte „Kirche in Not“ 5573 Projekte in 138 Ländern. Alle zwei Jahre veröffentlicht das Hilfswerk den Bericht „Religionsfreiheit weltweit“, die einzige nicht staatliche Studie, die die Situation der Religionsfreiheit aller Religionen weltweit untersucht.
