Islamische Ramadan-Apps dominieren im deutschen App Store

Islamische Ramadan-Apps dominieren im deutschen App Store

Die App-Store-Charts liefern heute ein auffälliges Bild. In den USA steht mit „Hallow” eine christliche Gebets-App an der Spitze der Download-Charts. In Deutschland hingegen dominieren islamische Anwendungen, während christliche Apps in den Top-Rängen völlig fehlen.

In den aktuellen Gratis-App-Charts des deutschen App Stores vom heutigen Tag ist eine starke Präsenz islamischer Anwendungen zu verzeichnen. Hintergrund ist der Beginn des Fastenmonats Ramadan am 18. Februar.

Auf Platz eins der deutschen Downloadlisten steht derzeit „Muslim Pro: Ramadan 2026“. Weitere Anwendungen wie „MAWAQIT – Horaires de prière“ (Platz 9), „Namaz App: Learn Salah Prayer“ (Platz 15) und „Muslim: Ramadan 2026, Islam“ (Platz 22) folgen auf den vorderen Rängen.

Ein anderes Bild zeigt sich in den Vereinigten Staaten. Dort zählt die katholische Gebets-App „Hallow“ laut dem Analyseunternehmen Sensor Tower auch im Februar 2026 zu den fünf beliebtesten Anwendungen.

Bereits im Februar 2024 hatte „Hallow“ zum Start einer Fastenzeit-Aktion am Aschermittwoch Platz eins im amerikanischen App Store erreicht. „Nie im Leben hätte ich gedacht, dass wir einmal an der Spitze des App Stores stehen würden“, sagte Hallow-Chef Alex Jones damals.

Ein Grund für die fehlende Nutzerbasis christlicher Apps in Deutschland ist der Rückgang der aktiven Glaubenspraxis. Laut der Kirchenstatistik der Deutschen Bischofskonferenz für das Jahr 2024 besuchen nur 6,6 Prozent der rund 19,8 Millionen Katholiken in Deutschland regelmäßig den Sonntagsgottesdienst. Dabei sind Gläubige gemäß can. 1247 des katholischen Kirchenrechts an Sonntagen und gebotenen Feiertagen zur Teilnahme an der Messfeier verpflichtet.

Beim täglichen Gebet zeigen sich zudem deutliche Unterschiede zwischen den Religionen. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung beten 60 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime täglich, 28 Prozent verrichten das fünfmalige Pflichtgebet vollständig. Zum Vergleich: Nur 36 Prozent der Katholiken und 21 Prozent der Protestanten beten mindestens einmal am Tag.

Auch beim Fasten unterscheiden sich die Praktiken: Während knapp die Hälfte der Muslime den Ramadan regelmäßig einhält, fasten laut der Studie nur 13 Prozent der Katholiken während der christlichen Vorbereitungszeit auf Ostern.

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