Niko Kovač, Trainer von Borussia Dortmund, spricht über Messbesuch und Beichte

Niko Kovač, Trainer von Borussia Dortmund, spricht über Messbesuch und Beichte

Niko Kovač, der Trainer von Borussia Dortmund, hat in einem Interview mit dem „Phrasenmäher“-Podcast der Bild-Zeitung darüber gesprochen, wie er seinen katholischen Glauben praktiziert. So gehe er sonntags zur Messe und nehme auch die Gelegenheit zur Beichte wahr.

„Wir machen alle Fehler“, sagte Kovač, der in Berlin aufwuchs, nachdem seine Eltern aus dem damaligen Jugoslawien nach Deutschland gekommen waren. „Ja, also ich kann mal dich jetzt anpflaumen und […] – klar, vielleicht ist es keine Sünde, in dem Fall, aber eigentlich schon. Man muss ja schon versuchen, seinen Mitmenschen mit Liebe entgegenzutreten, mit Höflichkeit, mit Freundlichkeit, Zuvorkommenheit, mit Hilfe natürlich auch.“

„Wir haben viele Möglichkeiten, viele Möglichkeiten, uns als Mensch zu zeigen“, betonte Kovač. „Aber wir machen immer mal wieder auch den einen oder anderen Fehler. Den machen wir alle. Der eine gibt es zu, der andere nicht. Und ich habe die Möglichkeit, weil ich es nutze, immer mal wieder auch zur Beichte zu gehen und meine Beichte abzulegen.“

Angesprochen auf die Tatsache, dass er sich vor dem Essen bekreuzigt, sagte Kovač: „Ich habe das Glück – oder wir haben das Glück –, dass letzten Endes wir all das zur Verfügung haben, was wir auch essen. Es gibt andere Menschen auf dieser Welt, die haben so was auch nicht. Und deswegen, das ist bei uns Ritual, das ist bei uns normal, Usus, dass man sich bekreuzigt bzw. auch vor der Mahlzeit, wenn man im Familienkreis ist, dann auch zusammen betet.“

Man bedanke sich so „für die Gaben, die uns der liebe Gott dann auch irgendwo zur Verfügung gestellt hat. Es gibt auch Situationen oder Menschen, die viele Sachen auch nicht haben. Man muss auch dankbar sein. Man kann nicht immer nur sagen: Ja, ich hätte gerne lieber. Sondern man muss auch mal sagen: Dankeschön, uns geht es wirklich gut.“

Kovač sagte, er rede über diese Thematik „sehr offen“, denn „ich stehe auch dazu“ Er wolle und müsse dabei „nichts verheimlichen, weil die, die mich regelmäßig sehen, wissen das und das ist auch gut so“.

„Ich glaube fest daran, dass es den lieben Gott gibt“, betonte der Dortmund-Trainer, der auch schon für Bayern München und andere Mannschaften tätig war. „Ich glaube auch daran, dass letzten Endes wir hier eine Bestimmung haben, dass das Leben nach dem Tod weitergeht. Daran glaube ich.“

Er gehe, so Kovač, sonntags nach Möglichkeit zur Messe: „Wir haben in Dortmund auch eine kroatische Gemeinde, wo ich versuche, dann, wenn wir am Sonntag nicht trainieren, dass ich auch hier dabei bin. Ich versuche das natürlich auch zu leben, weiß auch, dass ich auch Sündiger bin. Aber ich habe die Möglichkeit über die Beichte dann letzten Endes das dann auch alles irgendwo wieder wegzubekommen.“

Gott lasse ihn „nur das schultern, was ich letzten Endes schultern kann“, zeigte er sich überzeugt. „Und wenn es ein bisschen mehr wird, dann weiß ich, er ist trotzdem da. Und das hilft mir.“

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