„Der Auferstandene ist voller Leben“: Papst Leo feiert Pfingsten im Petersdom
Papst Leo XIV. hat am Sonntagvormittag im Petersdom das Pfingstfest gefeiert. In seiner Predigt blickte er zunächst auf Ostern zurück und sagte: „Der Auferstandene ist voller Leben.“ Pfingsten sei „ein österliches Fest und ein Fest für den Leib Christi, der wir durch die Gnade sind“.
Auf drei Aspekte ging Leo näher ein, nämlich auf den Geist des Friedens, den Geist der Mission und den Geist der Wahrheit.
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Mehr InformationenZum ersten Punkt hielt der Pontifex fest, Christus habe „Frieden zwischen Gott und der Menschheit“ gestiftet, „und der Heilige Geist gießt diesen Frieden in die Herzen ein und verbreitet ihn in der Welt. Dieser Friede entspringt der Vergebung und führt uns zur Vergebung.“
Der Heilige Geist schenke „das Leben seit dem Anbeginn der Schöpfung, als er über dem Wasser schwebte. Und nun verändert er nach seiner Ausgießung die Geschichte der Welt: Pfingsten ist wirklich das Fest des Neuen Bundes, also des Bundes zwischen Gott und allen Völkern der Erde.“
Über den „Geist der Mission“ sagte Papst Leo: „Durch die Kraft des Heiligen Geistes wird unsere Verkündigung von Freude und Hoffnung erfüllt, weil wir, gerade wir die Neuheit für die Welt sind, das Licht und das Salz der Erde. Sicher nicht aufgrund unseres Verdiensts oder eines Privilegs, sondern durch das Wort des Herrn, das Sünder heiligt, Aussätzige heilt und denjenigen, der ihn verleugnet hat, zu einem Apostel macht.“
„Wir sehen deutlich, dass es Veränderungen gibt, die die Welt nicht erneuern, sondern sie durch Irrtümer und Gewalt altern lassen“, räumte Leo ein. „Der Heilige Geist hingegen erleuchtet den Verstand und weckt im Herzen neue Lebenskraft. Auf diese Weise verwandelt er die Geschichte und öffnet sie für das Heil, das heißt für das Geschenk, das der einzige Herr mit allen teilt. Die Sendung der Kirche bezeugt diese Teilhabe und verwandelt das Chaos der Welt in Gemeinschaft mit Gott und untereinander.“
Schließlich sprach der Papst über den „Geist der Wahrheit“. „Der Geist, der durch die Propheten gesprochen hat, fördert stets die Einheit in der Wahrheit, weil er in uns Verständnis, Eintracht und eine kohärente Lebensweise weckt“, erläuterte er. „Der Paraklet bewahrt uns also vor allem, was dieses Einvernehmen behindert: vor Parteilichkeit, Heuchelei und Moden, die das Licht des Evangeliums trüben. Die Wahrheit, die Gott uns schenkt, bleibt auf diese Weise ein befreiendes Wort für alle Völker, eine Botschaft, die jede Kultur von innen heraus verwandelt.“
In jedem Sakrament sei der Heilige Geist „dator munerum, Quelle der Heiligkeit, die Gaben und Charismen im Gebet, in den Werken der Barmherzigkeit und im Studium des Wortes Gottes vermehrt“.
