Tausende nehmen an Kölner Glaubensfest „kommt&seht“ teil
Das Erzbistum Köln hat das Glaubensfest „kommt&seht“ am 5. und 6. Juni 2026 zum zweiten Mal in der Eventhalle X-POST veranstaltet. Am ersten Tag kamen nach Angaben der Veranstalter zwischen 1500 und 2000 Besucher zusammen, darunter viele junge Menschen.
„Ich bin ganz aufgeregt, wenn ich die vielen Menschen hier sehe“, begrüßte Kardinal Rainer Maria Woelki die Gemeinde zu Beginn des Festes. Hauptzelebrant des Eröffnungsgottesdienstes am Freitagmorgen war Weihbischof Christian Würtz aus Freiburg. Die Predigt hielt Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg, der an den Heiligen Bonifatius, den „Apostel der Deutschen“, erinnerte.
Zum zweiten Mal fand die Veranstaltung in der Eventhalle X-POST statt, einem ehemaligen Paketzentrum in Köln. Nach dem Auftakt 2025 mit rund 1.000 Teilnehmenden setzte das Erzbistum das Format als wiederkehrende Glaubensvertiefung fort. Das Motto der zweiten Ausgabe war: „Die Eucharistie als Quelle unserer Einheit“.
Bei der eucharistischen Anbetung knieten die Teilnehmer auf dem Boden, während das Allerheiligste ausgesetzt war. „Wir sind gerade erst gekommen, die Anbetung war sehr schön“, erzählten zwei Besucherinnen dem Domradio. „Ich freue mich wirklich für Köln“, sagte die 64-jährige Teilnehmerin Marie-Therese, die nach eigenen Worten von ihrer Tochter zur Teilnahme überredet worden war.
Zum Abschluss des inhaltlichen Programms hielt Tabea Wiemer, die Leiterin des Fachbereichs Evangelisierung im Erzbistum Köln, die letzte Keynote des Tages. „Wir gründen Gemeinden aus Sehnsucht nach den Menschen, die wir bisher nicht erreichen“, sagte sie und lud anschließend Kardinal Woelki auf die Bühne.
Am Rande des Festes äußerte sich Woelki im Gespräch mit der Tagespost auch zur überlieferten Liturgie im Erzbistum. Er sei Pater Bernhard Gerstle von der Petrusbruderschaft (FSSP) und seinen Mitbrüdern sehr dankbar dafür, dass sie diese Form „in einer guten und verantwortungsvollen Weise feiern“, sagte der Kardinal.
Den jungen Anhängern der überlieferten lateinischen Liturgie riet er angesichts des starken Zuwachses der Chartres-Pilgerfahrt: „Wer dort beheimatet ist und für seinen Glauben und sein tägliches Zeugnis dort seine Kraft findet, soll seinen Weg gehen.“
