Blasphemisches Theaterstück über Maria in Belgien nach Beschwerden abgesagt

Blasphemisches Theaterstück über Maria in Belgien nach Beschwerden abgesagt

Das für den 27. März geplante blasphemische Theaterstück „Madonna (non) grata“ ist im belgischen Havelange nach massiven Protesten kurzfristig abgesagt worden. Ursprünglich wurde das Stück als „eine Schöpfung an der Grenze zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen; Jungfrau und Hure, heilig und vergänglich“ vom Kulturzentrum angekündigt.

In der Beschreibung hieß es weiter: „Sie wird zu dem, was man nie wollte, dass sie sei: eine gefallene Jungfrau, Verkörperung des zerfallenen Heiligen.“ Das Stück sollte Maria demnach als erkrankte, verfallende Gestalt darstellen.

Zur Begründung seines Rückzugs veröffentlichte das Ensemble C.A.L.M.A. eine Erklärung: „Angesichts der Intoleranz und der Einschüchterungen, angesichts der Radikalität bestimmter Äußerungen und der Unmöglichkeit, auf dieser Grundlage einen sachlichen Dialog mit den Kritikern zu führen, hat die Compagnie C.A.L.M.A. beschlossen, ihren Auftritt in Havelange abzusagen.“

In einer Pressemitteilung wandte sich das Kulturzentrum gegen den Vorwurf der Gotteslästerung: „Wir bedauern, dass das Bild und die Worte, die zur Vorstellung des in Arbeit befindlichen Projekts gewählt wurden, manche Menschen verletzt haben könnten. Das ist weder unsere Absicht noch die der Künstler. Die Aufführung ist keineswegs ein Angriff auf die katholische Religion, den Klerus oder die Gläubigen.“

Das Stück eigne sich das ikonische Bild der Madonna an, „um die Stellung der Frauen zu hinterfragen und die widersprüchlichen Anforderungen zu beleuchten, die unsere Gesellschaft an sie stellt“.

Seit fast einer Woche waren beim Kulturzentrum täglich Protestnachrichten per E-Mail und über Social-Media-Kanäle eingegangen. Auch die Künstler des Ensembles erhielten Beschwerden auf ihren privaten Profilen. Lokale Behörden wurden aufgefordert, die Veranstaltung abzusagen. Das Kulturzentrum berichtete zudem von fremdenfeindlichen Äußerungen und kündigte an, rechtliche Schritte zu prüfen.

Am vergangenen Freitag hatte das katholische Portal CathoBel einen Kommentar von Marguerite-Marie Verbeke veröffentlicht, der Sprecherin der Gruppe „Catholiques blessés“ (auf Deutsch: „Verletzte Katholiken“). Die Petition prangerte das Stück als „blasphemisch“ an.

Verbeke fragte in ihrem Artikel: „Kann eine Gesellschaft, die sich als respektvoll gegenüber allen Unterschieden versteht, Aufführungen zulassen, die Katholiken beleidigen und vor allem die Heilige Jungfrau Maria grundlos diffamieren?“ Zugleich rief eine Petition die Gläubigen dazu auf, „den Verantwortlichen dieser blasphemischen Aufführungen zahlreich unsere Empörung mitzuteilen“.

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