Papst Leo macht „Zeichen für das Verlangen nach Unendlichkeit“ aus
In seiner Angelus-Ansprache am Sonntagmittag hat Papst Leo XIV. „ein Zeichen für das Verlangen nach Unendlichkeit“ ausgemacht. Konkret sprach er die Tatsache an, dass die Welt „ständig auf der Suche nach Neuem und nach Veränderung zu sein scheint“. Die Erfüllung des Verlangens nach Unendlichkeit könne indes „nicht dem Vergänglichen anvertraut werden“.
„Nichts Endliches kann unseren inneren Durst stillen, denn wir sind auf Gott hin geschaffen, und wir finden keinen Frieden, solange wir nicht in ihm ruhen“, betonte der Pontifex.
Die Sonntagsliturgie mit ihrem Evangelium von der Auferweckung des Lazarus lade ein, „auf dieses tiefe Bedürfnis zu hören und mit der Kraft des Heiligen Geistes unsere Herzen von Gewohnheiten, Bedingtheiten und Denkweisen zu befreien, die uns wie Felsbrocken in den Gräbern des Egoismus, des Materialismus, der Gewalt und der Oberflächlichkeit einschließen. An diesen Orten gibt es kein Leben, sondern nur Verwirrung, Unzufriedenheit und Einsamkeit.“
Jesus sporne die Menschen an, wie Lazarus „durch seine Gnade erneuert aus diesen engen Räumen herauszutreten, um im Licht der Liebe zu wandeln – als neue Frauen und Männer, die nach dem Vorbild seiner unendlichen Liebe fähig sind, ohne Berechnung und ohne Maß zu hoffen und zu lieben“.