„Es ist der x-te Krieg“: Kustos der Franziskaner im Heiligen Land

„Es ist der x-te Krieg“: Kustos der Franziskaner im Heiligen Land

Pater Francesco Ielpo OFM, der Kustos der Kustodie des Heiligen Landes, also der Obere der Franziskaner in der Region, hat erklärt: „Derzeit kümmern wir uns besonders um die Menschen, die direkt vom Konflikt betroffen sind.“ Hintergrund seiner Äußerungen gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Samstag ist der von den USA und dem Staat Israel Ende Februar begonnene Iran-Krieg, der Auswirkungen auf zahlreiche andere Länder hat.

„Wir kümmern uns um Arbeit und Arbeitsplätze – etwa im religiösen Tourismus, um medizinische Versorgung und Pflege“, sagte Pater Francesco. „Wir bieten Lebensmittelpakete an und geben weiterhin Stipendien an Schüler und Studenten aus bedürftigen Familien.“

„Die Herausforderungen und die Schwierigkeiten gerade in der aktuellen Situation übertreffen im Prinzip die Kräfte eines Menschen“, räumte er ein. „Es ist der x-te Krieg und der x-te Konflikt. Dieses Land hat in der jüngsten Geschichte praktisch immer im Krieg gelebt, manchmal auch mit Bomben. Man spürt ständig eine Anspannung.“

„Wir wissen nicht, wie lange der Krieg noch dauert“, räumte der Franziskaner ein. „Aber auch wenn er in diesen Tagen endet, besteht keine Chance, dass die Pilgergruppen bis Ostern zurückkehren. Dennoch wird das Osterfest in Jerusalem mit all seiner Würde begangen und gelebt – mit der lokalen Gemeinde. Und das zeigt erneut, wie wichtig es ist, dass die Christen im Land bleiben und hier leben.“

Ostern werde „in Jerusalem in würdiger Art und Weise gefeiert, wenn auch mit weniger Personen und wenn auch weniger festlich“. Ein baldiges Kriegsende ist indes nicht absehbar, denn US-Präsident Donald Trump hatte in der Nacht von Samstag auf Sonntag angekündigt, man werde die Energieanlagen des Iran zerstören, sollte das Land die Straße von Hormus nicht vollständig öffnen. Dabei formulierte Trump ein Ultimatum von 48 Stunden. Der Iran wiederum kündigte an, man werde Angriffe auf analoge Ziele in der Golfregion vornehmen, falls Trump mit seiner Drohung wahr mache.

Seit Ende Februar bombardieren die USA und der Staat Israel den Iran, der seinerseits zurückschlägt – vor allem auf Ziele in der Golfregion, die mit den USA in Verbindung stehen, darunter viele Militärstützpunkte. Die pro-iranische Terrororganisation Hisbollah im Libanon war nach Kriegsbeginn mit Schlägen gegen den Staat Israel an den Start gegangen, weshalb israelische Soldaten nun eine große Kampagne gegen den Libanon fahren – mit tausenden Todesopfern und Verletzten sowie hunderttausenden Flüchtlingen.

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