Papst Leo XIV. besucht Monaco, „als erster unter den Nachfolgern des Apostels Petrus“
Die erste Auslandsreise im Jahr 2026 führt Papst Leo XIV. an diesem Samstag nach Monaco. Per Hubschrauber ging es am Morgen über das Mittelmeer nach Monaco, wo zunächst ein Höflichkeitsbesuch bei Fürst Albert II. auf dem Programm stand. Im Anschluss hielt der Pontifex eine erste Ansprache vor tausenden Menschen.
„Ich freue mich, diesen Tag mit Ihnen zu verbringen und damit als erster unter den Nachfolgern des Apostels Petrus in der Neuzeit das Fürstentum Monaco zu besuchen, einen Stadtstaat, der sich durch eine tiefe Verbundenheit mit der Kirche von Rom und dem katholischen Glauben auszeichnet“, begann Leo. „Das Geschenk der Kleinheit und ein lebendiges geistliches Erbe verpflichten Ihren Wohlstand zum Dienst an Recht und Gerechtigkeit, besonders in einem Moment der Geschichte, in dem die Zurschaustellung von Macht und die Logik des Machtmissbrauchs der Welt Schaden zufügen und den Frieden gefährden.“
Ausdrücklich ging Leo auf die Tatsache ein, dass der Katholizismus in Monaco Staatsreligion ist: „Der katholische Glaube, den Sie als eines der wenigen Länder der Welt als Staatsreligion haben, stellt uns vor die Hoheit Jesu, der die Christen dazu verpflichtet, in der Welt ein Reich von Brüdern und Schwestern zu bilden, nicht zu unterdrücken, sondern aufzurichten, nicht zu trennen, sondern zu verbinden, bereit zu sein, alles menschliche Leben liebevoll zu schützen, zu jeder Zeit und unter allen Umständen, damit niemand jemals vom Tisch der Geschwisterlichkeit ausgeschlossen wird. Das ist die Perspektive der ganzheitlichen Ökologie, die Ihnen, wie ich weiß, sehr am Herzen liegt.“
„Ich vertraue dem Fürstentum Monaco aufgrund seiner so tiefen Verbindung mit der Kirche von Rom die ganz besondere Aufgabe an, die Soziallehre der Kirche zu vertiefen und gute lokale und internationale Praktiken zu entwickeln, die ihre verwandelnde Kraft zeigen“, fuhr der Papst fort. „Auch in einer wenig religiösen, stark säkularisierten Kultur kann die für die Soziallehre typische Herangehensweise bei der Problemlösung das große Licht offenbaren, das vom Evangelium her in unsere Zeit hineinstrahlt – eine Zeit, in der es vielen Menschen so schwerfällt, zu hoffen.“
