Papst Leo eröffnet Karwoche mit feierlicher Zeremonie auf dem Petersplatz
Mit Palmweihe, Prozession und Messe samt Passionsgeschichte nach Matthäus hat Papst Leo XIV. am Sonntag auf dem Petersplatz die Karwoche eröffnet. Aufgrund der Länge der Zeremonie fiel die Predigt etwas kürzer aus. Sie konzentrierte sich auf das Thema Frieden.
„Jesus geht den Weg des Kreuzes und wir gehen hinter ihm und folgen seinen Schritten“, sagte der Pontifex. „Mit ihm auf dem Weg betrachten wir sein Leiden für die Menschheit, sein gebrochenes Herz, sein Leben, das zur Liebesgabe wird.“
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Mehr InformationenAusdrücklich beschrieb Leo Jesus als „König des Friedens“. Er lud dazu ein, auf ihn zu blicken, „der in seiner Sanftmut ruht, während sich die anderen in Gewalt ereifern; auf ihn, der sein Leben liebevoll für die Menschheit hingibt, während andere zu Schwertern und Stöcken greifen; auf ihn, der das Licht der Welt ist, während die Finsternis sich über der Erde ausbreitet; auf ihn, der gekommen ist, Leben zu bringen, während er nach Plan zum Tode verurteilt wird.“
„Brüder, Schwestern, das ist unser Gott: Jesus, der König des Friedens“, hielt der Papst fest. „Ein Gott, der den Krieg ablehnt, den niemand dazu benutzen kann, um Krieg zu rechtfertigen, der das Gebet derer, die Krieg führen, nicht erhört und es mit den Worten zurückweist: ‚Wenn ihr auch noch so viel betet, ich höre es nicht. Eure Hände sind voller Blut‘ (Jes 1,15).“
„Wenn wir auf ihn blicken, der für uns gekreuzigt wurde, sehen wir die Kreuze der Menschheit“, sagte Leo. „In seinen Wunden sehen wir die Wunden so vieler Frauen und Männer von heute. In seinem letzten Schrei zum Vater hören wir das Weinen derer, die niedergeschlagen sind, derer, die hoffnungslos sind, derer, die krank sind, derer, die einsam sind. Und vor allem hören wir das schmerzerfüllte Stöhnen all derer, die gewalttätig unterdrückt werden, und aller Opfer des Krieges.“
Schließlich betonte er: „Christus, der König des Friedens, ruft noch immer laut von seinem Kreuz herab: Gott ist Liebe! Habt Erbarmen! Legt die Waffen nieder, denkt daran, dass ihr Brüder und Schwestern seid!“
