Papst Leo telefoniert mit Präsidenten von Israel und der Ukraine

Papst Leo telefoniert mit Präsidenten von Israel und der Ukraine

Papst Leo XIV. hat am Karfreitag Telefongespräche mit dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geführt. Nach Angaben des Vatikans sprach der Papst am 3. April getrennt mit beiden Präsidenten.

Sie tauschten Oster- bzw. Pessachgrüße aus. Leo sprach mit den Präsidenten auch über die anhaltenden Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten und betonte die Notwendigkeit weiterer humanitärer Hilfe.

Der Nahe Osten und die Ukraine werden weiterhin von bewaffneten Konflikten heimgesucht. Der Konflikt der USA und Israels mit dem Iran ist in eine neue Phase getreten, nachdem US-Präsident Donald Trump diese Woche stärkere militärische Maßnahmen gegen den Iran angekündigt hat. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine fordert weiterhin Opfer und dauert nun bereits seit vier Jahren an.

In einer Erklärung des Büros des israelischen Präsidenten hieß es, Herzog habe mit dem Papst den Krieg der USA und Israels gegen den Iran erörtert, einschließlich „der anhaltenden Bedrohung durch Raketenangriffe des iranischen Regimes und seiner terroristischen Stellvertreter gegen Menschen aller Glaubensrichtungen in der Region“.

In der Erklärung hieß es ferner, Herzog habe Leo an die jüngsten iranischen Raketenangriffe auf Jerusalem erinnert und darauf bestanden, dass die Hisbollah weiterhin eine Bedrohung für die Stabilität im Nahen Osten darstelle.

Die Telefongespräche folgten auf Leos öffentlichen Appell vom 31. März, in dem er erneut zu einem bedingungslosen Waffenstillstand aufrief und die Hoffnung äußerte, dass Trump „nach einem Weg sucht, die Gewalt und die Bombardierungen einzudämmen“. In demselben Appell forderte er zudem einen Osterfrieden für beide Konflikte.

Das Gespräch zwischen dem Papst und dem israelischen Präsidenten folgte außerdem auf einen Vorfall in Jerusalem am 29. März, bei dem Kardinal Pierbattista Pizzaballa OFM, dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, am Palmsonntag von der israelischen Polizei der Zutritt zum Heiligen Grab verwehrt wurde.

Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem und die Kustodie des Heiligen Landes einigten sich später mit den israelischen Behörden darauf, Vertretern der Kirche den Zugang zur Feier von Messen und religiösen Riten zu gestatten, während die Beschränkungen für öffentliche Versammlungen weiterhin in Kraft bleiben.

Weder das Büro des israelischen Präsidenten noch der Vatikan äußerten sich dazu, ob der Papst und Herzog den Vorfall in Jerusalem besprochen hatten.

Übersetzt und redigiert aus dem Original von EWTN News, dem englischsprachigen Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.

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