CDU-Politiker Jens Spahn war „nie interessiert“, was die Kirche zu Homosexualität lehrt

CDU-Politiker Jens Spahn war „nie interessiert“, was die Kirche zu Homosexualität lehrt

Der CDU-Politiker Jens Spahn hat gesagt, es habe ihn „ehrlicherweise nie interessiert“, wie die katholische Kirche „zu Homosexualität steht“. Spahn ist als Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag einer der einflussreichsten offen homosexuell lebenden Politiker in Deutschland. Von 2018 bis 2021 war er Gesundheitsminister und verantwortete so unter anderem die extrem einschränkende deutsche Corona-Politik an zentraler Stelle.

Trotz der Ablehnung der katholischen und naturrechtlichen Position zur Homosexualität sagte Spahn in einem Podcast der Bild am Wochenende: „Das Wissen darum, dass da jemand ist, gibt mir eine tiefe innere Gelassenheit und Ruhe. Mein Glaube trägt mich. Gerade dann, wenn es schwer wird.“

„Der Glaube war bei uns daheim selbstverständlich“, erinnerte sich der Politiker. „Wir waren jeden Sonntag oder samstagabends in der Kirche. Ostern ist für jemanden, der wie ich eher Kultur-Christ, aber eben Christ ist, einfach ein schönes Fest.“

Die überlieferte kirchliche Lehre zur Homosexualität ist im Katechismus der Katholischen Kirche (KKK 2357–2359) festgehalten, wo es heißt: „Homosexuell sind Beziehungen von Männern oder Frauen, die sich in geschlechtlicher Hinsicht ausschließlich oder vorwiegend zu Menschen gleichen Geschlechtes hingezogen fühlen. Homosexualität tritt in verschiedenen Zeiten und Kulturen in sehr wechselhaften Formen auf. Ihre psychische Entstehung ist noch weitgehend ungeklärt. Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet, hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, ‚daß die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind‘. Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen.“

In einem anderen Interview hatte Spahn vor wenigen Tagen erklärt, er wolle nicht „homosexuell“ genannt werden, sondern „schwul“: „Homosexuell, das klingt für mich furchtbar. Steril.“ Tatsächlich sind homosexuelle Akte steril, denn, wie der Katechismus schreibt, „die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen“.

An dem Interview in der Zeit beteiligte sich auch Matthias Miersch, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag. Auch Miersch sagte, der Begriff „homosexuell“ klinge „klinisch, nach einer technischen Einordnung“. Der SPD-Fraktionsvorsitzende lebt wie Spahn offen homosexuell. Somit werden beide Fraktionen der Regierungskoalition von homosexuellen Personen angeführt. Bei der AfD ist eine von zwei Fraktionsvorsitzenden homosexuell, nämlich Alice Weidel.

Im Katechismus ist zu lesen: „Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitgefühl und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihres Verfaßtheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.“

„Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen“, so der Katechismus. „Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich – vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft –‚ durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.“

Werden Sie Teil der EWTN-Familie. Abonnieren Sie unseren Newsletter!

*Ich möchte zukünftig den wöchentlichen Newsletter von EWTN.TV mit Impulsen, Programmtips und Informationen rund um Ihren katholischen Fernsehsender per E-Mail empfangen. Diese Einwilligung kann am Ende jedes Newsletters widerrufen werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.