Niederländischer Erzbischof Hubertus van Megen ist neuer Nuntius in Deutschland
Der niederländische Erzbischof Hubertus van Megen ist neuer Apostolischer Nuntius in Deutschland. Am Donnerstagmittag gab der Vatikan die Ernennung durch Papst Leo XIV. offiziell bekannt. Gleichzeitig teilte der Vatikan mit, dass das altersbedingte Rücktrittsgesuch des bisherigen Nuntius, Erzbischof Nikola Eterović, angenommen wurde.
Der neue Nuntius wurde in Eygelshoven geboren, einem direkt an der deutschen Grenze gelegenen Ort im Bistum Roermond. Ins nahegelegene Herzogenrath im Bistum Aachen sind es weniger als fünf Kilometer. Für das Bistum Roermond wurde van Megen dann auch 1987 zum Priester geweiht.
Bald trat er in den Diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. 2014 machte Papst Franziskus ihn zum Apostolischen Nuntius im Sudan und kurze Zeit später auch in Eritrea. Die Bischofsweihe empfing van Megen aus den Händen von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin.
2019 versetze Franziskus ihn als Nuntius nach Kenia. Im selben Jahr übertrug der Pontifex ihm auch die Nuntiatur im Südsudan. Gleichzeitig hatte van Megen verschiedene Positionen innerhalb von Institutionen der Vereinten Nationen.
Erzbischof Nikola Eterović, der bisherige Vertreter des Papstes in Deutschland, hatte im Auftrag des Vatikans in der Vergangenheit deutliche Kritik am Synodalen Weg geübt, der in Form einer Synodalkonferenz verstetigt werden soll. Vor rund drei Jahren, im Februar 2023, schrieb der Nuntius an die deutschen Bischöfe, er sei „von Amts wegen beauftragt“ worden „zu präzisieren, dass nach richtiger Auslegung des Inhalts dieses Schreibens nicht einmal ein Diözesanbischof einen synodalen Rat auf diözesaner oder pfarrlicher Ebene errichten kann“.
Nun tritt van Megen in diese Situation ein, die weiterhin von Gesprächen zwischen den zuständigen vatikanischen Stellen und den deutschen Bischöfen bzw. den Proponenten des deutschen Synodalen Wegs geprägt ist. Bischof Heiner Wilmer SCJ, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), erklärte: „Wir heißen Sie von ganzem Herzen willkommen und freuen uns auf die gemeinsame Arbeit im Weinberg des Herrn.“
„Gerne werden wir Sie in dieser Arbeit unterstützen, um die Brücken und das gegenseitige Vertrauen zwischen Rom und unserer Ortskirche fortzusetzen“, so Wilmer. „Ihre langjährige Erfahrung in der vatikanischen Diplomatie, gerade in Krisenregionen wie dem Sudan, dem Südsudan und Eritrea, zeigt, dass Sie eine Persönlichkeit sind, die furchtlos und überzeugt das Evangelium verkündet und den Dialog sucht. Dieses internationale Wirken wird Ihnen für den Dienst in unserem Land eine große Hilfe sein.“
