Gleichgewicht in Menschheitsfamilie ist „schwer erschüttert“: Papst Leo bei Friedensgebet

Gleichgewicht in Menschheitsfamilie ist „schwer erschüttert“: Papst Leo bei Friedensgebet

Papst Leo XIV. hat am Samstagabend im Rahmen einer Gebetsvigil den Rosenkranz für den Frieden gebetet. In seiner Ansprache fand der Pontifex deutliche Worte und sagte etwa: „Das Gleichgewicht in der Menschheitsfamilie ist schwer erschüttert.“

Leo betonte im Petersdom, das Gebet sei „die selbstloseste, umfassendste und wirkungsvollste Antwort auf den Tod: Wir sind ein Volk, das bereits aufersteht!“

„Das Gebet lehrt uns zu handeln“, fuhr er fort. „Die begrenzten menschlichen Möglichkeiten verbinden sich im Gebet mit den unendlichen Möglichkeiten Gottes. Gedanken, Worte und Taten sprengen so die teuflische Fessel des Bösen und stellen sich in den Dienst des Reiches Gottes: eines Reiches, in dem es weder Schwerter noch Drohnen, weder Rache noch Verharmlosung des Bösen und auch keinen ungerechten Gewinn gibt, sondern allein Würde, Verständnis und Vergebung.“

„Damit haben wir einen Damm gegen jene Allmachtsphantasien, die um uns herum immer unberechenbarer und aggressiver werden“, stellte der Papst klar. „Das Gleichgewicht in der Menschheitsfamilie ist schwer erschüttert. Sogar der heilige Name Gottes, des Gottes des Lebens, wird für Todesreden herangezogen. So verschwindet eine Welt von Brüdern und Schwestern mit einem einzigen Vater im Himmel, und wie in einem nächtlichen Albtraum erscheinen allerorts Feinde.“

„Überall sind Drohungen zu vernehmen, statt Aufrufe zum Zuhören und zur Begegnung“, konstatierte Papst Leo. Aber „wer betet, ist sich seiner Grenzen bewusst, er tötet nicht und droht nicht mit dem Tod. Dem Tod unterworfen ist hingegen, wer dem lebendigen Gott den Rücken gekehrt hat, um sich selbst und seine eigene Macht zum stummen, blinden und tauben Götzen zu machen, dem alle Werte geopfert werden und der verlangt, dass die ganze Welt vor ihm die Knie beugt.“

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„Schluss mit der Selbstvergötterung und mit der Vergötzung des Geldes!“, rief Leo aus. „Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg!“

Und er fügte hinzu: „Haltet ein! Es ist Zeit für den Frieden! Setzt euch an den Tisch des Dialogs und der Vermittlung, nicht an die Tische, an denen die Aufrüstung geplant und tödliche Maßnahmen beschlossen werden!“

„Lasst uns wieder an die Liebe, an Mäßigung und an gute Politik glauben“, sagte der Pontifex. „Bilden wir uns entsprechend und bringen wir uns persönlich ein, jeder entsprechend seiner Berufung. Ein jeder hat seinen Platz im Mosaik des Friedens!“

Über die Rolle der Kirche führte Papst Leo aus, sie sei „ein großes Volk im Dienst der Versöhnung und des Friedens, das ohne Zögern seinen Weg geht, auch wenn die Ablehnung der Kriegslogik ihr Unverständnis und Verachtung einbringen mag. Sie verkündet das Evangelium des Friedens und erzieht dazu, Gott mehr zu gehorchen als den Menschen, besonders wenn es um die unendliche Würde anderer Menschen geht, die durch fortwährende Verletzungen des Völkerrechts aufs Spiel gesetzt wird.“

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