Kölner Dompropst Assmann verteidigt Besichtigungsgebühr für weltberühmte Kathedrale

Kölner Dompropst Assmann verteidigt Besichtigungsgebühr für weltberühmte Kathedrale

Dompropst Guido Assmann hat die Einführung einer Besichtigungsgebühr für den Kölner Dom, die in der Regel bei zwölf Euro liegt, verteidigt.

„Die zwölf Euro Normalpreis sind ein Preisgefüge, von dem wir überzeugt sind, die Summe aufzubringen, die wir benötigen, um den Dom zu erhalten und zu unterhalten“, sagte der ehemalige Generalvikar dem Kölner Domradio am Dienstag. „Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass der Ticketpreis sehr sozialverträglich ist, um die große Gruppe derer, die reduzierten oder freien Eintritt haben, auch zu finanzieren.“

Bis zum Alter von 13 Jahren können Kinder kostenlos in den Dom, und ab 14 Jahren gilt für Schüler, Studenten und Personen, die eine Ausbildung machen, ein ermäßigter Preis von sechs Euro.

Auch „Begleitpersonen von Schülergruppen sowie Inhaberinnen und Inhaber eines in Nordrhein-Westfalen ausgestellten Sozialpasses“ müssen nur sechs Euro bezahlen, wie es am Montag in der offiziellen Ankündigung auf der Internetseite des Kölner Doms hieß.

Assmann betonte vor diesem Hintergrund, er würde „nie davon sprechen, dass der Dom eine Eintrittsgebühr von zwölf Euro erhebt. Ich finde das auch nicht ganz redlich. Wir haben festgelegt, dass ab dem 1. Juli alle Kinder bis zum 13. Lebensjahr frei in den Dom, in die Schatzkammer und zur Turmbesteigung können. Für die beiden letztgenannten mussten sie bisher einen kleinen Eintritt zahlen. Wir glauben daran, dass es den Familien guttut, dass Kinder schon früh diesen wunderbaren Dom sehen.“

Die Eltern müssten im Normalfall dennoch die reguläre Eintrittsgebühr bezahlen, also insgesamt 24 Euro. Der reguläre Eintrittspreis für Erwachsene beträgt jeweils acht Euro. Beim Erwerb einer Kombikarte, die den Besuch der Schatzkammer und die Turmbesteigung ermöglicht, sind es zwölf Euro. Um alle drei Orte zu besuchen, also den Dom selbst, die Schatzkammer und den Turm, sind 48 Euro fällig, obwohl für die Kinder keine Kosten anfallen.

Bisher war der Dom kostenlos, und eine Kombikarte für Familien, um die Schatzkammer zu besuchen und den Turm zu besteigen, kostete 30 Euro. Somit kostet das volle Programm am Kölner Dom eine Familie insgesamt 18 Euro mehr, als es bislang der Fall war. Obwohl „es den Familien guttut“, wie Assmann betonte, „dass Kinder schon früh diesen wunderbaren Dom sehen“, müssen die Eltern dafür regulär die insgesamt 24 Euro bezahlen, werden finanziell also viel mehr belastet.

Über das Nordportal des Doms, in Richtung Bahnhof gelegen, können Beter weiterhin kostenlos in einen kleinen Bereich des Doms gelangen. Der Zugang zum berühmten Schrein der Heiligen Drei Könige ist ihnen indes verwehrt. Assmann unterstrich, dass der Dom „der Ort der Verehrung der Heiligen Drei Könige ist“.

So habe man sich entschieden, „dass wir einige Zeiträume für alle Menschen kostenfrei machen wollen. Das ist zum Beispiel der Zeitraum vom 6. Januar, also dem Fest der Heiligen Drei Könige, bis zum Sonntag danach. Auch im September, zur Dreikönigs-Wallfahrt, wird es mehrere kostenfreie Tage geben.“

„Zusätzlich haben wir uns gedacht, dass es gut wäre, noch weitere Tage anzubieten. Wir haben uns dann auf den 1. Mai und den 3. Oktober festgelegt“, fügte er hinzu. „Das sind zwar keine kirchlichen Feiertage, aber das sind Tage, an denen die Menschen Zeit haben, weil die Kinder nicht in die Schule müssen und die Menschen nicht arbeiten gehen. Dann können sie in den Kölner Dom gehen und diese Zeit gut nutzen.“

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