Weihbischof Josef Graf: „Solidarität mit verfolgten Christen braucht konkrete Formen“

Weihbischof Josef Graf: „Solidarität mit verfolgten Christen braucht konkrete Formen“

„Wir dürfen heute in unseren weltweit verfolgten Schwestern und Brüdern den leidenden Christus erkennen.“ Mit diesen Worten beschrieb Weihbischof Josef Graf die Kernaussage des „Red Wednesday“, den das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) am Mittwoch auf Einladung des Bistums Regensburg im Dom St. Peter veranstaltet hat. Die Kathedrale leuchtete an diesem Abend aus Solidarität mit verfolgten und diskriminierten Christinnen und Christen innen und außen blutrot.

Weihbischof Graf betonte, mit dem „Red Wednesday“ werde deutlich, dass „das Gebet uns auch zum Handeln bewegen“ müsse. „Der Glaube muss in der Liebe wirksam werden. Unsere Solidarität mit den verfolgten Mitchristen braucht konkrete Formen, in denen sie verwirklicht wird“, erklärte der Weihbischof.

Als Vertreter von „Kirche in Not“ dankte Pater Benedikt Eble CP dem Bistum für die Gastfreundschaft am „Red Wednesday“ und erläuterte, wie die an diesem Abend erbetene Hilfe konkret aussehe: „In über 130 Ländern unterstützt ‚Kirche in Not‘ weit über 5.000 Hilfsprojekte.“ So mache das Hilfswerk vielerorts die Priesterausbildung erst möglich, leiste finanzielle Hilfe für Ordensfrauen, fördere den Aufbau von Gemeindezentren und Kirchen und unterstütze die kirchliche Medienarbeit. „Aufgrund unseres pastoralen Schwerpunkts tun wir das ganz ohne öffentliche Gelder oder Kirchensteuermittel“, ergänzte Pater Eble.

Knapp 200 Gläubige feiern ein Pontifikalamt im Dom

Zu dem zweistündigen Gebetsabend für verfolgte Christen am „Red Wednesday“ waren knapp 200 Gläubige in den Regensburger Dom gekommen. Sie erlebten ein Rosenkranzgebet mit Betrachtungen zu modernen Märtyrern und ein feierliches Pontifikalamt mit Weihbischof Josef Graf. Musikalisch berührend gestaltet wurde der Abend von der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik. Die katholischen Sender K-TV und Radio Horeb übertrugen die Veranstaltung live.

Um die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Schicksal verfolgter und benachteiligter Christen zu lenken, werden seit 2015 rund um den „Red Wednesday“, der in diesem Jahr auf den 19. November fiel, Kirchen und staatliche Gebäude rot angestrahlt. Dazu zählten in den vergangenen Jahren unter anderem das Kolosseum und der Trevi-Brunnen in Rom, die Christusstatue in Rio de Janeiro, das österreichische Parlamentsgebäude sowie in Deutschland die Kathedralen in Augsburg, Dresden, Fulda, Paderborn, Passau und Regensburg. In diesem Jahr beteiligte sich erstmals das Europäische Parlament an der Aktion.

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