„Solidarität mit der christlichen Minderheit“: Bischof Meier reist nach Syrien

„Solidarität mit der christlichen Minderheit“: Bischof Meier reist nach Syrien

Der Augsburger Bischof Bertram Meier befindet sich derzeit in Syrien, um dort seine „Solidarität mit der christlichen Minderheit“ zu bekunden, wie er sagte. Meier ist in seiner Funktion als Vorsitzender der Kommission Weltkirche in der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) immer wieder in verschiedenen Regionen zu Gast, um sich ein Bild der Lage der Kirche vor Ort zu machen.

Meier war am Dienstagabend in Damaskus angekommen, nachdem er von Beirut im Libanon aus „über den Landweg“ in das Land eingereist war, wie die DBK mitteilte. Die Lage in Syrien ist mehr als ein Jahr nach dem Sturz von Baschar al-Assad besonders für Christen prekär, nachdem sie zuvor weitgehend unbehelligt ihren Glauben praktizieren konnten. Der syrische Staat wird derzeit angeführt von Ahmed al-Scharaa, der viele Jahre als gesuchter Terrorist galt.

Meier sagte, er wolle „ein Zeichen setzen, dass die syrischen Christinnen und Christen international nicht vergessen sind. Sie können auf die Unterstützung der katholischen Kirche in Deutschland zählen. Gerade jetzt, da Unsicherheit und Angst den Alltag vieler Menschen prägen, ist es mir wichtig, persönlich nach Syrien zu kommen.“

„Ebenso wie andere religiöse Minderheiten gehören Christen seit fast zweitausend Jahren zu diesem Land“, betonte der Augsburger Bischof. „Angesichts der islamistischen Übergangsregierung, der anhaltenden Gewalt und mangelnder Perspektiven fühlen sie sich bedroht. Sollte diese Entwicklung anhalten, könnte sich die Auswanderung von Christen aus Syrien weiter verstärken. Es darf aber nicht dazu kommen, dass Syrien zu einem Land ohne Christen wird. Dies nämlich wäre ein immenser Schaden nicht nur für das arabische Christentum, sondern auch für die syrische Kultur und Gesellschaft.“

Er komme „mit vielen Fragen nach Damaskus“, so Meier, darunter: „Wie erleben die Christen vor Ort die aktuelle Situation? Was erwarten sie von einem neuen Syrien? Und was ist notwendig, damit die Christen wieder eine sichere Zukunft in dem Land haben, zu dem sie genauso wie alle Syrerinnen und Syrer gehören?“

„Ich möchte den Menschen zuhören, ihre Sorgen und Hoffnungen kennenlernen und ihnen zeigen, dass wir an ihrer Seite stehen“, fasste er den Zweck seiner Reise nach Syrien zusammen. Auf dem Programm stehen laut DBK „Gespräche mit Repräsentanten christlicher Kirchen, den diplomatischen Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland und des Heiligen Stuhls sowie einer Ministerin aus dem Kabinett von Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa“.

Werden Sie Teil der EWTN-Familie. Abonnieren Sie unseren Newsletter!

*Ich möchte zukünftig den wöchentlichen Newsletter von EWTN.TV mit Impulsen, Programmtips und Informationen rund um Ihren katholischen Fernsehsender per E-Mail empfangen. Diese Einwilligung kann am Ende jedes Newsletters widerrufen werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.