Papst Leo: Fasten macht „für die Aufnahme des Wortes Gottes“ bereit

Papst Leo: Fasten macht „für die Aufnahme des Wortes Gottes“ bereit

Papst Leo XIV. hat am Freitagmittag seine Botschaft zur diesjährigen Fastenzeit veröffentlicht und darin betont, das Fasten mache „für die Aufnahme des Wortes Gottes“ bereit.

„Der Verzicht auf Nahrung ist in der Tat eine sehr alte und unersetzliche asketische Übung auf dem Weg der Umkehr“, rief der Pontifex in Erinnerung. „Gerade weil sie den Körper miteinbezieht, lässt sie uns deutlicher das erkennen, wonach wir ‚hungern‘ und was wir für unsere Ernährung als wesentlich erachten. Sie dient also dazu, die ‚Appetite‘ zu unterscheiden und zu ordnen, den Hunger und Durst nach Gerechtigkeit wachzuhalten, ihn vor der Resignation zu bewahren und so zu lenken, dass er zum Gebet und zur Verantwortung für den Nächsten wird.“

„Damit das Fasten jedoch seine dem Evangelium entsprechende Wahrheit bewahrt und der Versuchung eines stolzen Herzens entgeht, muss es stets in Glaube und in Demut gelebt werden“, mahnte Leo. „Es erfordert, in der Gemeinschaft mit dem Herrn verwurzelt zu bleiben, denn ‚wer sich nicht mit dem Wort Gottes nährt, fastet nicht wirklich‘.“

Neben dem Verzicht auf Nahrung müsse das Fasten als „sichtbares Zeichen unseres inneren Bemühens, uns mit Hilfe der Gnade von der Sünde und dem Bösem abzuwenden, […] auch andere Formen der Entsagung umfassen, die uns zu einem einfacheren Lebensstil führen sollen, denn ‚nur die Askese macht das christliche Leben stark und authentisch‘.“

Papst Leo schlug konkret einen „Verzicht auf Worte“ vor, „die unsere Mitmenschen verletzen und kränken“: „Beginnen wir damit, unsere Sprache zu entwaffnen, indem wir auf scharfe Worte, voreilige Urteile, schlechtes Reden über Abwesende, die sich nicht verteidigen können, und Verleumdungen verzichten. Bemühen wir uns stattdessen, unsere Worte besser abzuwägen und Freundlichkeit zu pflegen: in der Familie, unter Freunden, am Arbeitsplatz, in den sozialen Medien, in politischen Debatten, in den Medien, in den christlichen Gemeinschaften. Dann werden viele Worte des Hasses Worten der Hoffnung und des Friedens weichen.“

„Liebe Brüder und Schwestern, bitten wir um die Gnade einer Fastenzeit, die unser Ohr aufmerksamer macht für Gott und die Geringsten“, schloss der Papst seine Botschaft. „Bitten wir um die Kraft eines Fastens, das auch die Sprache betrifft, damit die Worte, die verletzen, weniger werden und der Stimme der anderen mehr Raum bleibt. Und bemühen wir uns, dass unsere Gemeinschaften zu Orten werden, wo der Schrei der Leidenden Gehör findet und das Zuhören Wege der Befreiung schafft, sodass wir bereit und eifrig am Aufbau der Zivilisation der Liebe mitwirken.“

Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch, der in diesem Jahr auf den 18. Februar fällt. Sie dauert bis Ostern. Dieses höchste Fest des Kirchenjahres ist 2026 am 5. April.

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