Durch Vergewaltigung gezeugte Influencerin Delia Walter findet Halt im Glauben

Durch Vergewaltigung gezeugte Influencerin Delia Walter findet Halt im Glauben

Trotz ihrer Zeugung im Rahmen einer Vergewaltigung bejaht die 20-jährige Delia Walter ihr Leben. In einem Interview berichtet sie gemeinsam mit ihrer Mutter über den Weg aus einer schweren Identitätskrise hin zu ihrer heutigen Tätigkeit als „Christfluencerin“.

Delia studiert Psychologie in München und erreicht auf der Plattform Instagram über 7.000 Menschen. Im Zentrum ihrer Beiträge steht jedoch kein klassischer Lifestyle-Content, sondern ihr christlicher Glaube.

Im Alter von 13 Jahren erfuhr sie von ihrer Mutter, Nelli Georg-Walter, dass sie das Ergebnis einer Vergewaltigung ist. Zum Zeitpunkt der Tat war ihre Mutter 17 Jahre alt und entschied sich gegen eine Abtreibung und für das Kind.

Die Offenbarung über ihre Herkunft löste bei der jungen Frau eine schwere psychische Krise aus. Während sie im ersten Moment nach der Taufe mit 14 Jahren noch eine positive Bestärkung erlebte, folgten später Depressionen, Panikattacken und massive Zweifel an ihrem Wert.

Delia beschrieb diese Zeit als einen „ständigen Kampf“ gegen die Überzeugung, nicht gewollt zu sein. „Tatsächlich hat sich das angefühlt, als gäbe es da keinen Weg raus“, erklärte sie im Gespräch mit dem Sender K-TV.

Der Tiefpunkt mündete in einem Selbstmordversuch. Der anschließende Krankenhausaufenthalt wurde zum Wendepunkt, als sie die Erschütterung ihrer Mutter wahrnahm. „Es war das erste Mal, dass ich seit langem realisiert habe, dass meine Mutter mich wirklich liebt“, so Delia. Dieser Moment habe ihr einen „Funken Hoffnung“ zurückgegeben und die Entscheidung bewirkt, für ihr Leben zu kämpfen.

Heute definiert die Studentin ihren Wert nicht über die Umstände ihrer Zeugung, sondern über ihre Gottesbeziehung. Gegenüber Kritikern, die in Fällen von Vergewaltigung eine Abtreibung befürworten, vertritt sie eine klare Position: „Ich sage, dass der Weg, wie man entstanden ist, unter welchen Umständen man entstanden ist, zur Welt gekommen ist, nicht den Wert des Kindes definiert.“ Ihre Identität habe bereits festgestanden, bevor sie auf die Welt kam.

Auch ihre Mutter Nelli Georg-Walter betonte im Interview mit K-TV die Bedeutung ihres Glaubens für die Bewältigung der Situation. Sie habe in der Zeit der Krise gelernt, „in dem Zerbruch sich an Gott festzuhalten“. Auf die Frage nach dem Umgang mit betroffenen Frauen erklärte sie: „Ich glaube, dass keine Situation so schwer sein kann, dass Gott keine Lösung daraus hat.“

In den sozialen Medien setzt Walter auf Authentizität. Sie wolle die Person sein, die sie selbst in ihrer dunkelsten Zeit gebraucht hätte. Den Vorwurf einer bloßen Selbstinszenierung weist sie zurück.

„Ich sehe mich nicht als was Besseres an, ich teile einfach meine Erfahrung, weil es mein Herzenswunsch ist, die Menschen zu erreichen, die Ähnliches erlebt haben“, so die 20-Jährige laut der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“.

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