Österreichischer Bundespräsident Van der Bellen besucht Papst Leo
Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Donnerstag Papst Leo XIV. im Vatikan besucht. Nach der Audienz zeigte sich der Wirtschaftswissenschaftler, der bis zu seiner Kandidatur für das höchste Amt im Staat ein Mitglied der Grünen war, „dankbar“ für „eine Begegnung im Zeichen von Dialog, Respekt und gemeinsamer Verantwortung für das Miteinander und den Frieden in unserer Welt“.
„Die Stimme des Papstes hat großes Gewicht“, betonte Van der Bellen via X. „Sie kann Gegengewicht sein zu Hass und Diskriminierung, zu Krieg und Gewalt. Auch wir alle haben gewichtige Stimmen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die Waage sich in Richtung Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit neigt.“
Aus dem Vatikan hieß es in einer kurzen Stellungnahme, der österreichische Bundespräsident habe nach seiner Audienz bei Papst Leo auch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sowie Erzbischof Paul Richard Gallagher, den Sekretärs für die Beziehungen zu den Staaten und internationalen Organisationen, getroffen.
„Im Rahmen der freundschaftlichen Gespräche im Staatssekretariat wurden die guten Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Österreich gewürdigt und der positive Beitrag der katholischen Kirche zum Wohl der Gesellschaft hervorgehoben“, so das vatikanische Presseamt. „Zudem wurden einige besonders aktuelle Themen wie etwa die Migration und das Verhältnis zwischen den Religionen angesprochen.“
Schließlich sei es auch „um aktuelle internationale Themen“ gegangen, „insbesondere um die Konfliktsituationen, wobei dem Wunsch nach einer stärkeren Rolle der internationalen Gemeinschaft bei der Suche nach friedlichen Lösungen Ausdruck gegeben wurde“.
