Ökumenischer Rat der Kirchen: „Angriffe Israels und der USA“ sind „eindeutig illegal“

Ökumenischer Rat der Kirchen: „Angriffe Israels und der USA“ sind „eindeutig illegal“

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat zum Iran-Krieg erklärt: „Es muss betont werden, dass die gemeinsamen Angriffe Israels und der USA nach internationalem Recht eindeutig illegal sind.“

„Sie werden ohne glaubwürdige Begründung für die angebliche unmittelbare Bedrohung durch den Iran durchgeführt und stellen einen eklatanten Verstoß gegen die Charta der Vereinten Nationen dar, die gerade zu dem Zweck geschaffen wurde, die Menschen weltweit vor den Schrecken des Krieges zu bewahren“, so das Gremium am Montag weiter. „Die Aufgabe der Diplomatie zugunsten eines bewaffneten Angriffs ist rücksichtslos und unverantwortlich.“

Die katholische Kirche beteiligt sich aufgrund massiver ekklesiologischer Differenzen nicht am ÖRK, arbeitet auf manchen Gebieten aber mit ihm zusammen. Gerade im deutschsprachigen Raum ist der Rat sehr protestantisch geprägt. Es beteiligen sich aber auch orthodoxe Kirchen am ÖRK.

Ende Februar hatten die USA und der Staat Israel den Iran angegriffen. Bis heute fehlt eine offizielle Begründung, auch wenn verschiedene Möglichkeiten angesprochen wurden – darunter die Behauptung, der Iran sei kurz davor, Atomwaffen zu haben. Aus den Vereinten Nationen hieß es hingegen, man sehe „kein strukturiertes Programm zur Herstellung von Atomwaffen“, wie es der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, vor wenigen Tagen ausdrückte.

Inzwischen wurden zahlreiche weitere Länder in den Krieg verwickelt. Besonders im Libanon kommt es zu massiven Militäraktionen des Staates Israel, was zur Flucht von 700.000 Personen und etwa 500 Todesopfern führte. Zur Begründung wird hierbei auf die pro-iranische Hisbollah verwiesen, die Schläge gegen den Staat Israel ausgeführt habe – als Reaktion auf den Krieg gegen den Iran.

Der ÖRK betonte nachdrücklich, es dürfe „Israel und den Vereinigten Staaten von Amerika nicht gestattet werden, erneut Verwüstung anzurichten und dies als Frieden zu bezeichnen. Sie müssen die Verantwortung für die Folgen ihres Handelns übernehmen, einschließlich der Folgen für die Zukunft des iranischen Volkes, dessen Freiheit sie angeblich fördern wollen.“

„Wir fordern einen sofortigen Waffenstillstand, die dringende Wiederaufnahme diplomatischer Kontakte und des politischen Dialogs durch etablierte internationale und regionale Mechanismen sowie die vollständige Einhaltung der Verpflichtungen aller Staaten gemäß dem Völkerrecht, einschließlich der Charta der Vereinten Nationen“, so der ÖRK.

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