Neue Statistik: Zahl der Ordensleute in Deutschland wird immer kleiner

Neue Statistik: Zahl der Ordensleute in Deutschland wird immer kleiner

Jüngsten Zahlen der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK) zufolge lebten in Deutschland im vergangenen Jahr etwas mehr als 3000 Ordensmänner und fast 9000 Ordensfrauen. Die Statistik spricht konkret von Gemeinschaften, die in der DOK vertreten sind. Die exakten Zahlen könnten damit etwas nach oben abweichen.

Was die Zahl der Ordensmänner betrifft, so sank sie gegenüber 2024 um etwa 150 Personen. Für die weiblichen Gemeinschaften liefert die DOK ausführlichere Vergleichszahlen. Ende 2013, also zwölf Jahre zuvor, gab es in Deutschland noch etwa doppelt so viele Ordensfrauen wie heute. Ende 2023 gab es zum letzten Mal Zahlen im fünfstelligen Bereich. Im Jahr 2002 – so weit reicht die DOK-Statistik zurück – leben in Deutschland fast 29.000 Ordensfrauen. Diese Zahl hat sich inzwischen auf weniger als ein Drittel verkleinert.

Dramatisch zeigt sich auch der Nachwuchsmangel: Viele Klöster und Niederlassungen von Gemeinschaften mussten in den letzten Jahren schließen, weil Berufungen fehlen (CNA Deutsch berichtet immer wieder über dieses Thema). Zuletzt gab es weniger als 50 Novizinnen pro Jahr, wovon der größte Teil in tätige Gemeinschaften eingetreten war, und weniger als ein Dutzend in kontemplativen Klöster. Bei den Männern sind die Zahlen noch niedriger, denn es wurden nur 20 Novizen gemeldet.

Die Altersstruktur der Gemeinschaften zeigt sich bei den Männern fast genau in der Mitte geteilt: 52 Prozent sind 65 Jahre oder jünger, 48 Prozent älter – und damit im Rentenalter, auch wenn Ordensleute zumeist erst dann kürzer treten, wenn es aus gesundheitlichen Gründen wirklich nötig ist. Bei den weiblichen Gemeinschaften sind 81 Prozent der Mitglieder über 65 Jahre alt und nur 19 Prozent jünger als das. Die demografischen Probleme werden sich gerade bei diesen überalterten Gemeinschaften fortsetzen.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Deutsche Bischofskonferenz die Kirchenstatistik für 2025 veröffentlicht, die ebenfalls erneut schlechtere Zahlen ans Licht brachte. So ist die Zahl der Katholiken in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um über eine halbe Million geschrumpft. Es leben im Land nun nur noch 19,22 Millionen Katholiken.

„In Deutschland machen die Katholiken 23 Prozent der Gesamtbevölkerung aus“, teilte die DBK vor diesem Hintergrund mit. Tatsächlich praktizieren aber nur 6,8 Prozent der Katholiken ihren Glauben, indem sie sonntags regelmäßig zur Messe gehen. Das entspricht weniger als zwei Prozent der Gesamtbevölkerung.

Der Anteil an praktizierenden Katholiken hat sich von 6,6 Prozent auf 6,8 Prozent vergrößert. Ein genauerer Blick zeigt aber, dass 2025 weniger Menschen zur Messe gegangen sind als im Jahr zuvor: Statt 1,306 Millionen waren es nur 1,304 Millionen. Der prozentuale Zuwachs entsteht dadurch, dass die absolute Zahl der Katholiken so deutlich gesunken ist.

Blieb die Zahl der Firmungen und Erstkommunionen im Vergleich von 2024 und 2025 stabil, so wurden nur noch rund 109.000 Personen getauft, was einen Rückgang von über 7000 Taufen bedeutet.

Außerdem hat sich die Zahl der Wiederaufnahmen und Eintritte in die Kirche minimal erhöht – um jeweils weniger als 750 Personen. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Kirchenaustritte von über 321.000 auf rund 307.000, womit sich ein Trend der letzten Jahre fortsetzt.

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