ZDF gibt Fehler in Kindersendung zu, die Islam positiv und Christentum negativ darstellte

ZDF gibt Fehler in Kindersendung zu, die Islam positiv und Christentum negativ darstellte

Das ZDF hat gegenüber CNA Deutsch eingeräumt, dass eine Folge der Kindernachrichtensendung „logo!“ vom vergangenen Donnerstag eine „unglücklich[e]“ Programmkombination enthielt. Die Redaktion kündigte eine interne Prüfung an.

„Rückblickend erkennen wir, dass diese Programmierung unglücklich war“, erklärte ZDF-Kommunikationsmitarbeiterin Mailin Erlinger in einer Antwort auf eine Anfrage von CNA Deutsch. „Eine solche Wirkung war keinesfalls intendiert und die Redaktion wird den Vorgang intern kritisch prüfen.“

In der betreffenden Sendung folgten zwei Beiträge direkt aufeinander: zunächst ein Bericht über das Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan und das Fest Eid al-Fitr, dann ein Erklärvideo über die Geschichte des Christentums in Deutschland.

Anlass für das Video zum Christentum waren laut ZDF neue Mitgliederzahlen der katholischen Kirche, die Anfang der Woche veröffentlicht worden waren. Zum Ramadan-Ende erklärte die Sprecherin, dieses sei am selben Tag gefeiert worden.

„Beide Themen wurden unabhängig und ohne Absicht einer inhaltlichen Gegenüberstellung geplant“, teilte Erlinger mit. Zugleich bedauerte sie, dass „die Kombination der Beiträge innerhalb einer Sendung den Eindruck einer beabsichtigten Gegenüberstellung vermittelt hat“.

Zu der Sendung hatte Thorsten Alsleben, ein ehemaliger ZDF-Hauptstadtkorrespondent, eine förmliche Programmbeschwerde beim ZDF-Fernsehrat eingereicht. In seiner Beschwerde beschrieb Alsleben den Ramadan-Beitrag als überwiegend sachlich und positiv gestaltet: mit Bewegtbildern echter Menschen, Familienszenen und Kindern, die Süßigkeiten erhielten.

Der anschließende Beitrag über das Christentum hingegen habe ausschließlich negative Darstellungen verwendet. Gezeigt worden seien keine echten Menschen, sondern „bedrohlich wirkende historische Malereien sowie gezeichnete Figuren“. Untermalt wurde der Bericht laut Alsleben mit einem „furchteinflößenden historischen Höllenbild“ und einem „bedrohlichem diabolischen Lachen im Hintergrund“.

„Der Eindruck, der sich gerade Kindern bieten musste: Ramadan/Islam fröhlich-freundlich; Kirchen strafend, angsteinflößend, unwissenschaftlich, voller Verbrechen“, schrieb Alsleben in seiner Beschwerde. Er sah darin Verstöße gegen mehrere ZDF-Programmrichtlinien, darunter die Pflicht zur „Achtung gegenüber religiösen Überzeugungen“ und das Gebot der Ausgewogenheit.

Den Abschluss des Kirchenbeitrags bildete laut Beschwerdetext eine Einblendung dreier erkennbar als Kleriker dargestellter Figuren mit den Beschriftungen „Fehler“, „Verbrechen“ und „nicht modern“.

Abmoderiert wurde der Beitrag mit dem Hinweis, mehr „zu diesen Verbrechen“ könne man auf der Internetseite der Sendung nachlesen. Alslebens minderjährige Tochter habe nach der Sendung entsetzt gefragt: „Stimmt das?“

Zuschauer haben laut ZDF das Recht, sich mit Eingaben an den ZDF-Fernsehrat zu wenden. Auf diesen Weg wies auch die ZDF-Antwort an CNA Deutsch ausdrücklich hin.

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