Kirche im Heiligen Land: Spannungen mit Staat Israel zur Karwoche sind ausgeräumt

Kirche im Heiligen Land: Spannungen mit Staat Israel zur Karwoche sind ausgeräumt

Die Spannungen zwischen der Kirche im Heiligen Land und dem Staat Israel sind offenbar ausgeräumt. Am Palmsonntag hatte die israelische Polizei dem Patriarchen des Heiligen Landes, Kardinal Pierbattista Pizzaballa OFM, sowie dem Kustos des Heiligen Landes, Pater Francesco Ielpo OFM, den Zugang zur Grabeskirche verwehrt. Die beiden wollten dort privat die Messe feiern, da wegen des von den USA und dem Staat Israel lancierten Iran-Kriegs keine größeren Versammlungen mehr erlaubt sind.

„Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem und die Kustodie des Heiligen Landes bestätigen hiermit, dass die Angelegenheiten bezüglich der Feierlichkeiten der Karwoche und zu Ostern in der Grabeskirche in Abstimmung mit den zuständigen Behörden geklärt und geregelt wurden“, hieß es in einer Mitteilung am Montag. „In Absprache mit der israelischen Polizei wurde der Zugang für Vertreter der Kirchen gesichert, um die Liturgien und Zeremonien abzuhalten und die alten Ostertraditionen in der Grabeskirche zu wahren.“

„Selbstverständlich bleiben angesichts des derzeitigen Kriegszustands die bestehenden Beschränkungen für öffentliche Versammlungen vorerst in Kraft“, so das Lateinische Patriarchat und die Kustodie weiter. „Dementsprechend werden die Kirchen dafür sorgen, dass die Liturgien und Gebete live an die Gläubigen im Heiligen Land und in der ganzen Welt übertragen werden.“

Die Erklärung vom Montag hielt fest: „Wir möchten betonen, dass der religiöse Glaube einen höchsten menschlichen Wert darstellt, der allen Religionen – Juden, Christen, Muslimen, Drusen und anderen – gemeinsam ist. Gerade in Zeiten der Not und des Konflikts, wie wir sie derzeit erleben, bleibt die Wahrung der Religionsfreiheit eine grundlegende und gemeinsame Pflicht.“

„Es ist unsere Hoffnung, dass weiterhin geeignete Vorkehrungen getroffen werden, die es ermöglichen, dass Gebete an Gotteshäusern, insbesondere an den Heiligen Stätten aller Religionen, in einer Weise stattfinden können, die sowohl legitime Sicherheitsbedürfnisse als auch die religiösen Bräuche und Gebete respektiert, die für Hunderte Millionen Gläubiger von tiefer Bedeutung sind“, so das Lateinische Patriarchat und die Kustodie.

Der Staat Israel hatte Ende Februar gemeinsam mit den USA den Krieg gegen den Iran begonnen. Seither setzt sich dieses Land mit Schlägen gegen den Staat Israel sowie gegen mit den USA verbundene Ziele rund um den Persischen Golf zur Wehr. Da die pro-iranische Terrororganisation Hisbollah sich vom Libanon aus am Widerstand gegen den Staat Israel beteiligt, ist das israelische Militär auch dort einmarschiert. Ein Priester kam im Rahmen der israelischen Militäroffensive im Libanon bereits ums Leben. Viele Christen sind vertrieben oder harren unter prekären und hochgefährlichen Bedingungen im Süden des Landes aus.

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