Über 20.000 Erwachsene und Jugendliche zu Ostern in Frankreich getauft

Über 20.000 Erwachsene und Jugendliche zu Ostern in Frankreich getauft

In Frankreich sind zu Ostern insgesamt mehr als 20.000 Erwachsene und Jugendliche getauft worden, was einem Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Nachdem im Jahr 2025 die höchste Zahl an Erwachsenentaufen zu Ostern seit zwei Jahrzehnten erreicht wurde, hat sich dieser Aufwärtstrend erneut bestätigt und im Jahr 2026 rund 21.400 Taufen erreicht – 8.200 Jugendliche und 13.200 Erwachsene, wie aus einem neuen Bericht der französischen Bischofskonferenz hervorgeht.

Demnach besteht die Mehrheit der Konvertiten aus jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, dicht gefolgt von der Gruppe der 26- bis 40-Jährigen. Frauen bilden die größte Gruppe und machen rund 62 Prozent der Gesamtzahl aus.

Die neuen Katholiken haben tendenziell keinen religiösen Hintergrund. Sie entschlossen sich vor allem aufgrund schwieriger Lebenserfahrungen, einer tiefen Sinnsuche oder spiritueller Erlebnisse, die ihr Leben geprägt haben, zur Taufe.

Die Provinzen mit der höchsten Zahl an Taufen waren Paris mit 3.184, gefolgt von Marseille mit 1.437 und Lyon mit etwa 1.200. Der Bericht der französischen Bischöfe hebt einen bemerkenswerten Anstieg in der Militärdiözese mit Sitz in der französischen Hauptstadt hervor, insbesondere während der Militärwallfahrt nach Lourdes.

Erzbischof Olivier de Germay von Lyon, der Verantwortliche der französischen Bischofskonferenz für das Katechumenat, reflektierte über die neue Realität in Frankreich, die seiner Meinung nach „immer wieder überrascht und herausfordert“.

Obwohl sich die Gesellschaft seit langem der fehlenden Antworten der Welt „auf die tiefen Sehnsüchte des Menschen“ bewusst sei, zeigte sich der Erzbischof überrascht über die „Schnelligkeit und das Ausmaß des Durstes nach Gott, der sich heute manifestiert“.

Für de Germay eröffnet dieses Phänomen einen neuen Horizont, stellt aber auch eine „große Herausforderung“ für die Kirche dar, von der aus eine angemessene Begleitung bei der Einführung in das christliche Leben angeboten werden muss.

Unter den neuen Initiativen sticht das Regionalkonzil hervor, das von der Region der Diözesen der Île-de-France ins Leben gerufen wurde und bis Mai 2027 dauern wird. Es hat zum Ziel, eine angemessene Antwort zu finden und gemeinsame Leitlinien auf Provinzebene festzulegen.

Laut Erzbischof de Germain sind auch die „Veteranen des christlichen Lebens“ dazu eingeladen, „sich erneut bewusst zu machen, wie Gott in ein Leben einbrechen und es verwandeln kann“.

Übersetzt und redigiert aus dem Original von ACI Prensa, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.

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