Papst Leo würdigt seinen vor einem Jahr verstorbenen Vorgänger, Papst Franziskus
Papst Leo XIV. ist am Dienstag in Äquatorialguinea eingetroffen. Während des Flugs erinnerte Leo an Papst Franziskus, der vor genau einem Jahr, am 21. April 2025, gestorben war.
„An diesem ersten Todestag möchte ich an Papst Franziskus erinnern, der der Kirche durch sein Leben, sein Zeugnis, seine Worte und sein Handeln so viel gegeben und geschenkt hat“, sagte Leo. Franziskus habe der Kirche viel geschenkt, indem er „Nähe zu den Ärmsten, den Geringsten, den Kranken, den Kindern und den Älteren“ gelebt und das Beispiel seines Lebens und seiner Verkündigung gegeben habe.
Leo fuhr fort, Franziskus habe den authentischen Respekt für jeden Mann und jede Frau fördern und einen Geist der Geschwisterlichkeit pflegen wollen, der im Evangelium verwurzelt sei.
Er erinnerte ferner an die Botschaft der Barmherzigkeit: Franziskus habe der ganzen Kirche die Botschaft von Gottes Liebe, Vergebung und Barmherzigkeit vermittelt, und verwies insbesondere auf das außerordentliche Heilige Jahr der Barmherzigkeit als Teil dieses Vermächtnisses.
„Lasst uns beten, dass er bereits die Barmherzigkeit des Herrn genießt, und lasst uns dem Herrn für das große Geschenk von Franziskus’ Leben an die ganze Kirche und an die ganze Welt danken“, sagte Leo.
Nach seinen Anmerkungen zu Papst Franziskus antwortete Papst Leo auf einige Fragen der mitreisenden Journalisten, die sich auf den vorausgegangen Besuch in Angola bezogen, der dritten Station der Afrikareise des Papstes.
Angesprochen auf die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat sagte Leo, dass beide zum Wohl der Menschen zusammenarbeiten könnten, dabei jedoch ihre unterschiedlichen Rollen beibehalten müssten.
Er habe mit dem angolanischen Präsidenten über das Gesundheits- und Bildungswesen gesprochen, darunter auch über Möglichkeiten zur Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen und zum Ausbau von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen. Die Kirche habe die Pflicht, durch ihr Zeugnis und ihre Verkündigung die Rechte aller Menschen zu verteidigen.
Auf die Frage, ob Angola eines Tages einen Kardinal erhalten könnte, antwortete Leo, dass noch keine Entscheidung über die Ernennung neuer Kardinäle getroffen worden sei und dass diese Frage in einem breiteren globalen Kontext betrachtet werden müsse. Dennoch könne eine solche Möglichkeit in Zukunft in Betracht gezogen werden.
Gefragt, ob in Angola neue Diözesen gegründet werden könnten, sagte Leo, das Wachstum der Kirche dort sei ermutigend und unterstreiche die Notwendigkeit einer fortgesetzten Evangelisierung. Die örtlichen Bischöfe könnten in Zusammenarbeit mit dem Apostolischen Nuntius dabei helfen, die Orte zu bestimmen, an denen neue Diözesen benötigt würden, damit die Seelsorger näher bei den Gläubigen seien.
Übersetzt und redigiert aus dem Original von ACI Stampa, der italienischen Partneragentur von CNA Deutsch.