Eucharistie umfasst „das gesamte geistliche Gut der Kirche“: Papst Leo predigt in Afrika
Papst Leo XIV. hat die architektonisch beeindruckende Kathedralbasilika der Unbefleckten Empfängnis in Mongomo im Osten von Äquatorialguinea besucht, die erst vor wenigen Jahren erbaut wurde. Dort feierte er am Mittwochvormittag eine Messe, wobei zehntausende Gläubige auf dem riesigen Vorplatz anwesend waren.
„Die Eucharistie umfasst wahrhaftig das gesamte geistliche Gut der Kirche“, betonte der Pontifex in seiner Predigt. „Sie ist Christus, unser Ostern, der sich uns hingibt; sie ist das lebendige Brot, das uns sättigt; sie ist die Gegenwart, die uns die unendliche Liebe Gottes zur gesamten Menschheitsfamilie offenbart und sein Entgegenkommen gegenüber jeder Frau und jedem Mann, auch heute.“
Leo rief die Katholiken in Äquatorialguinea auf, „den Weg heute fortzusetzen, den die Missionare, Hirten und Laien vor euch beschritten und vorgezeichnet haben. Von allen und jedem Einzelnen ist ein persönliches Engagement verlangt, welches das Leben ganz miteinbezieht, damit der Glaube, der in euren Gemeinschaften und in euren Liturgien so festlich gefeiert wird, euer karitatives Wirken und die Verantwortung gegenüber dem Nächsten nährt, zur Förderung des Wohls aller.“
„Dieses Bemühen erfordert Ausdauer, kostet Mühe, manchmal Opfer, ist aber das Zeichen dafür, dass wir wirklich die Kirche Christi sind“, stellte der Papst klar. Die Katholiken seien aufgerufen, „dem Evangelium treu zu bleiben, es zu verkünden, es in seiner Fülle zu leben und mit Freude davon Zeugnis zu geben“.
Im weiteren Verlauf der Predigt sprach Papst Leo von einem „Hunger nach Zukunft, aber nach einer Zukunft, die von Hoffnung erfüllt ist, die eine neue Gerechtigkeit hervorbringen kann, die Früchte des Friedens und der Geschwisterlichkeit tragen kann“. Darauf müsse man nicht passiv warten. Vielmehr gelte es, sie „mit Gottes Gnade aufzubauen“.
„Es ist daher notwendig, dass sich alle Getauften in das Werk der Evangelisierung miteinbezogen fühlen und zu Aposteln der Nächstenliebe und Zeugen einer neuen Menschlichkeit werden“, erklärte der Pontifex. „Es geht darum, mit dem Licht und der Kraft des Evangeliums an der ganzheitlichen Entwicklung dieses Landes, an seiner Erneuerung und seiner Umgestaltung teilzunehmen.“
Am Ende der predigt erneuerte Papst Leo seinen Appell: „Brüder und Schwestern, es braucht Christen, die das Schicksal Äquatorialguineas in die Hand nehmen. Deshalb möchte ich euch ermutigen: Habt keine Angst, das Evangelium zu verkünden und zu bezeugen! Baut mit an einer Zukunft der Hoffnung, des Friedens und der Versöhnung und setzt das Werk fort, das die Missionare vor 170 Jahren begonnen haben.“
