Papst Leo nimmt Priesterweihen vor, würdigt Zölibat und priesterlichen Dienst

Papst Leo nimmt Priesterweihen vor, würdigt Zölibat und priesterlichen Dienst

Papst Leo XIV. hat am Sonntagmorgen im Petersdom mehrere Diakone zu Priestern geweiht. In seiner Predigt würdigte der Pontifex den Zölibat und ging ausführlich auf den priesterlichen Dienst ein.

„Gewiss, so wie die Liebe der Eheleute muss auch die Liebe, die die Ehelosigkeit um des Reiches Gottes willen eingibt, bewahrt und immer wieder erneuert werden, denn jede wahre Zuneigung reift und wird mit der Zeit fruchtbar“, sagte Leo.

„Ihr seid zu einer besonderen, feinen, schwierigen Art zu lieben und, mehr noch, euch in Freiheit lieben zu lassen, berufen“, fuhr er fort. „Eine Art, die euch nicht nur zu guten Priestern, sondern auch zu ehrlichen, hilfsbereiten Bürgern, zu Friedensstiftern und zu Förderern der sozialen Freundschaft machen kann.“

Der Papst ging sodann auf einen weiteren Aspekt ein: „Es ist der Herr des Lebens, der uns ruft. Der Dienst, der euch anvertraut ist, meine Lieben, möge den Frieden dessen vermitteln, der auch inmitten von Gefahren weiß, warum er sicher ist.“

„Eure Sicherheit soll nicht in der Rolle liegen, die ihr einnehmt, sondern im Leben, Tod und in der Auferstehung Jesu, in der Heilsgeschichte, an der ihr gemeinsam mit eurem Volk teilhabt“, ermahnte Leo die Weihekandidaten. „Es ist ein Heil, das bereits in so vielem Guten wirkt, das still und leise vollbracht wird, unter Menschen guten Willens, in den Pfarreien und in den Umständen, in denen ihr als Weggefährten Beistand leisten werdet. Was ihr verkündet und feiert, wird euch auch in schwierigen Situationen und Zeiten behüten.“

Die neuen Priester würden in Gemeinden gesandt, so Leo, „die auch euch helfen werden, heilig zu werden! Und helft ihr ihnen, Jesus, dem Guten Hirten, vereint nachzufolgen, damit sie Orte – Garten – des Lebens sind, das aufersteht und sich mitteilt.“

Unter Verweis auf das Evangelium am Sonntag vom Guten Hirten ging der Pontifex auf das Bild der Tür ein: „Liebe Weihekandidaten, fühlt euch als Teil dieser leidenden Menschheit, die auf das Leben in Fülle wartet. Indem ihr andere in den Glauben einführt, werdet ihr euren eigenen Glauben neu beleben. Zusammen mit den anderen Getauften werdet ihr jeden Tag die Schwelle des Geheimnisses überschreiten, jene Schwelle, die das Antlitz und den Namen Jesu trägt. Verdeckt diese heilige Tür niemals, versperrt sie nicht, seid kein Hindernis für diejenigen, die eintreten wollen.“

„Heute mehr denn je, besonders dort, wo die Zahlen eine Entfremdung zwischen den Menschen und der Kirche zu zeigen scheinen, haltet die Tür offen!“, forderte er die neuen Priester auf. „Lasst sie eintreten und seid bereit, hinauszugehen. Das ist ein weiteres Geheimnis für euer Leben: Ihr seid ein Kanal, kein Filter. Viele glauben, bereits zu wissen, was jenseits dieser Schwelle liegt. Sie bringen Erinnerungen mit, vielleicht aus einer fernen Vergangenheit; oft gibt es etwas Lebendiges, das nicht erloschen ist und das anzieht; manchmal jedoch gibt es auch etwas anderes, das noch nicht verheilt ist und zurückhält. Der Herr weiß es und wartet.“

„Seid ein Spiegelbild seiner Geduld und seiner Zärtlichkeit“, sagte der Papst. „Ihr gehört allen und seid für alle da! Das sei das grundlegende Profil eurer Sendung: die Schwelle frei zu halten und darauf hinzuweisen, ohne dass es vieler Worte bedarf.“

Schließlich sagte Papst Leo: „Meine Lieben, geht hinaus und entdeckt die Kultur, die Menschen, das Leben! Staunt über das, was Gott wachsen lässt, ohne dass wir es gesät haben. Diejenigen, für die ihr Priester sein werdet – Laien und Familien, Jugendliche und ältere Menschen, Kinder und Kranke – leben auf Weiden, die ihr kennenlernen müsst. Manchmal wird es euch so vorkommen, als hättet ihr keine Landkarten dafür. Doch der gute Hirte besitzt sie, auf dessen so vertraute Stimme ihr hören müsst.“

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