Zahl der Abtreibungen in Deutschland bleibt konstant, Geburten gehen zurück

Zahl der Abtreibungen in Deutschland bleibt konstant, Geburten gehen zurück

Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland ist 2025 gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben, wie aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag hervorgeht. Gleichzeitig hat die Zahl der Geburten mit rund 654.000 ein neues Tief erreicht.

In den letzten drei Jahren hat sich bei den vorgeburtlichen Kindstötungen wenig verändert. Waren es 2023 exakt 106.218 Abtreibungen und ein Jahr später 106.455 Abtreibungen, so liegt diese Zahl nun bei 105.710 – gerundet auf Tausender also jeweils 106.000 Abtreibungen.

Das Statistische Bundesamt gab an: „Sieben von zehn Frauen (69 %), die im Jahr 2025 einen Schwangerschaftsabbruch durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt und 20 % waren im Alter zwischen 35 und 39 Jahren. 9 % der Frauen waren 40 Jahre und älter, 3 % waren jünger als 18 Jahre. 44 % der Frauen hatten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch kein Kind zur Welt gebracht.“

Erstmals seien mit 45 Prozent die meisten Abtreibungen per Pille durchgeführt worden. Man spricht bei dem Mittel Mifepriston auch von chemischer Abtreibung. An zweiter Stelle liegt die sogenannte Absaugmethode mit 43 Prozent, bei der das ungeborene Kind mit einer Saugpumpe aus der Gebärmutter abgesaugt und somit getötet wird.

Laut Statistischem Bundesamt wurden 96 Prozent der Abtreibungen „nach der sogenannten Beratungsregelung vorgenommen. Indikationen aus medizinischen Gründen oder aufgrund von Sexualdelikten waren in 4 % der Fälle die Begründung für den Abbruch.“

In Deutschland sind Abtreibungen zwar ein Straftatbestand, der jedoch aufgrund weitreichender Ausnahmeregelungen selten greift: Wenn eine Mutter in einer staatlich sanktionierten Stelle an einer sogenannten Beratung teilnimmt, kann der dort ausgestellte Beratungsschein benutzt werden, um in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft das Kind zu töten.

Unterdessen werden in Deutschland trotz eines konstanten Niveaus bei den Zahlen von Abtreibungen immer weniger Kinder geboren. Gegenüber 2021 ist die Zahl der Geburten um rund 140.000 zurückgegangen. Zuletzt gab es im Jahr 2009 ähnlich wenige Geburten wie 2025, danach war es zu einem deutlichen Anstieg gekommen, wobei es seit 2021 drastisch bergab geht.

Das Statistische Bundesamt berichtete am Dienstag: „Wie in den Vorjahren sank die Geburtenzahl 2025 gegenüber 2024 in den östlichen Bundesländern mit -4,5 % stärker als in den westlichen Bundesländern mit -3,2 %. Unter den Bundesländern verzeichnete nach den vorläufigen Ergebnissen ausschließlich Hamburg mit +0,5 % einen leichten Geburtenanstieg. Den stärksten Geburtenrückgang gab es in Mecklenburg-Vorpommern mit -8,4 %.“

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