Vatikan präsentiert Programm für Reise von Papst Leo im Juni nach Spanien
Papst Leo XIV. reist vom 6. bis zum 12. Juni nach Spanien. Das Programm – nach einem Kurzbesuch in Monaco die erste große Reise innerhalb Europas – stellte der Vatikan am Mittwochmittag vor.
Am 6. Juni, einem Samstag, geht es um acht Uhr morgens per Flugzeug von Rom nach Madrid. Die Landung samt erster offizieller Begrüßung ist für 10:30 Uhr vorgesehen. Im Königlichen Schloss von Madrid findet dann eine Stunde später eine weitere Willkommenszeremonie statt, gefolgt von einer Begegnung mit König Felipe VI. und Königin Letizia. Um 12:30 spricht Papst Leo vor Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Diplomatie.
Um 18 Uhr besucht Leo ein Projekt für Obdachlose und wendet sich mit einem Grußwort an die Menschen dort. Um 20:30 Uhr findet dann noch eine Gebetsvigil mit jungen Menschen statt, an die sich der Pontifex ebenfalls in einer Ansprache wendet.
Der Sonntag ist geprägt von einer Messe um zehn Uhr, samt Predigt und Fronleichnamsprozession. Anders als im deutschsprachigen Raum, wo Fronleichnam häufig am Tag selbst gefeiert wird, verlegen die Bischöfe anderer Länder die Feierlichkeiten auf den nachfolgenden Sonntag.
Erst um 16:30 Uhr geht es für Papst Leo weiter mit einem privaten Treffen mit Augustinern, also jener Ordensgemeinschaft, der er selbst angehört. Um 18 Uhr folgt eine Begegnung mit einem Netzwerk der Bereiche Kultur, Kunst, Wirtschaft und Sport.
Am 8. Juni will sich Papst Leo XIV. mit dem sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez treffen. Um 10:30 Uhr sprich der Pontifex dann vor dem spanischen Parlament, bevor er sich eine Stunde später bereits mit den spanischen Bischöfen trifft und auch in diesem Zusammenhang eine Ansprache hält.
In der imposanten Almudena-Kathedrale von Madrid nimmt Leo um 18 Uhr an einem Gebet teil und hält eine Ansprache. Darauf folgt um 19 Uhr ein Treffen mit den Katholiken von Madrid im berühmten Bernabéu, dem Stadion von Real Madrid.
Am Dienstag trifft Papst Leo um 10:20 Uhr auf Freiwillige, bevor er von Madrid per Flugzeug nach Barcelona weiterreist. Um 13 Uhr will er sich in der dortigen Kathedrale an einem Mittagsgebet beteiligen und predigen. Wie am ersten Tag in Madrid, so schließt auch der erste Tag in Barcelona mit einer Gebetsvigil um 20 Uhr.
Ein Gefängnisbesuch um 10:50 Uhr läutet das öffentliche Programm des Papstes am Mittwoch ein. Dann begibt sich Leo zur spektakulär im Gebirge gelegenen Benediktinerabtei Santa Maria de Montserrat, wo er um zwölf Uhr mit den Mönchen den Rosenkranz betet und dann zu Mittag isst.
Um 16:30 Uhr, zurück in Barcelona, trifft sich der Pontifex mit Wohltätigkeitsorganisationen der Erzdiözese und feiert schließlich um 19:30 Uhr in der Basilika Sagrada Família eine Messe. Die Kirche wurde vom Architekten Antoni Gaudí geplant, für den ein Seligsprechungsverfahren schon weit fortgeschritten ist. Nach inzwischen fast 150 Jahren nähert sich das Gotteshaus der Fertigstellung.
Am 11. Juni, dem vorletzten Tag der Reise, fliegt Leo morgens von Barcelona nach Las Palmas de Gran Canaria, die größte Stadt auf den Kanarischen Inseln vor der Küste von Marokko. Um 11:40 Uhr steht eine Begegnung mit Organisationen auf dem Programm, die sich um Migranten kümmern. Für 13:30 Uhr ist eine Begegnung mit Bischöfen, Priestern, Diakonen und Ordensleuten sowie Seminaristen und anderweitig in der Seelsorge tätigen Personen vorgesehen. Schließlich feiert der Papst um 18:30 Uhr eine Messe im Estadio de Gran Canaria.
Am Morgen des 12. Juni geht es von Gran Canaria auf eine weitere Kanarische Insel, nämlich nach Teneriffa. Dort trifft Papst Leo sich um 9:30 Uhr mit Migranten. Wenig später folgt, wie auf Gran Canaria, ein Treffen mit Organisationen, die sich um die Integration von Migranten kümmern. Zuletzt feiert der Pontifex um 12:15 Uhr im Hafengebiet von Santa Cruz de Tenerife eine Messe, bevor er sich um 14:30 Uhr aus spanischem Gebiet verabschiedet und abends wieder in Rom landet.
