Papst Leo reist im September für vier Tage nach Frankreich, will UNESCO-Sitz besuchen
Für vier Tage will Papst Leo XIV. im September nach Frankreich reisen, wie der Vatikan am Samstag in aller Kürze ankündigte. Genaue Programmpunkte sind – abgesehen von einem Besuch am Sitz der UNESCO in Paris – noch nicht bekannt.
In der knappen vatikanischen Mitteilung hieß es: „Auf Einladung des Staatsoberhauptes und der kirchlichen Würdenträger des Landes sowie des Generaldirektors der UNESCO wird der Heilige Vater Leo XIV. vom 25. bis zum 28. September 2026 eine Apostolische Reise nach Frankreich unternehmen und den Sitz dieser Organisation besuchen.“
Die UNESCO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN), zu deren Aufgabenbereich die Themen Bildung, Wissenschaft und Kultur gehören. Gegründet bereits wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945, wurde der Sitz 1946 von London nach Paris verlegt.
Papst Leo war Ende März für einen Tag ins Fürstentum Monaco gereist, den im Süden von Frankreich gelegenen Stadtstaat am Mittelmeer. Im Juni wird er für eine Woche nach Spanien reisen – die erste große Apostolische Reise in Europa, nachdem er bislang 2025 die Türkei und den Libanon sowie kürzlich Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea besucht hatte.
Vor Papst Leo waren bereits Papst Johannes Paul II., Papst Benedikt XVI. und Papst Franziskus in Frankreich. Letzterer war indes nie zu einem Staatsbesuch in dem Land, sondern einmal zu einem Kurzbesuch beim Europäischen Parlament und beim Europarat in Straßburg, dann für zwei Tage beim Mittelmeertreffen in Marseille sowie für einen Kurzbesuch auf Korsika, der zu Frankreich gehörenden Insel im Mittelmeer. Benedikt XVI. war 2008 zu einem Staatsbesuch in Paris und besuchte anschließend den Marienwallfahrtsort Lourdes. Johannes Paul II. war zu sieben verschiedenen Anlässen in Frankreich.
Anfang Mai hatte die französische Bischofskonferenz bestätigt, dass der Pontifex „Ende September“ nach Frankreich kommen könnte, sollte dies offiziell bestätigt werden. „Im geplanten Programm könnte Papst Leo XIV. nach Paris und nach Lourdes reisen“, hieß es damals.
Kardinal Jean-Marc Aveline, der Präsident der französischen Bischofskonferenz, erinnerte Anfang Mai, Leo habe bereits „bei verschiedenen Gelegenheiten seine große Wertschätzung für unser Land und dessen geistliche Geschichte zum Ausdruck gebracht“.