Papst Leo: Bedürfnis nach Erneuerung der Liturgie bei Konzil „stark spürbar“

Papst Leo: Bedürfnis nach Erneuerung der Liturgie bei Konzil „stark spürbar“

Papst Leo XIV. zufolge war „das Bedürfnis nach einer Erneuerung der rituellen Formen“ beim Zweiten Vatikanischen Konzil „stark spürbar“. Damit setzte er bei der Generalaudienz am Mittwochvormittag seine Katechesenreihe über die Liturgiekonstitution des Konzils fort.

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„Die Konstitution Sacrosanctum Concilium wollte den Gläubigen den Zugang zu den Gnaden der heiligen Liturgie erleichtern“, so der Pontifex. „Daher gibt sie mit einer sehr treffenden Formel die Richtung vor: Man muss ‚die gesunde Tradition glücklich bewahren und doch dem berechtigten Fortschritt den Weg öffnen‘.“

„Das Konzil bestätigt, dass ein solcher Fortschritt rechtmäßig ist, wenn er in der authentischen Tradition wurzelt“, betonte Leo. „Dabei unterscheidet es in der Liturgie zwischen einem Teil, ‚der unveränderlich ist, weil von göttlicher Einsetzung‘, und Teilen, ‚die dem Wandel unterworfen sind‘.“ Dementsprechend habe es „Änderungen […] im Laufe der Jahrhunderte immer wieder“ gegeben: „Sie halfen den Gläubigen, durch die Riten fruchtbar am Paschamysterium Christi teilzunehmen.“

Der „Kult der Kirche“ habe „in den kulturellen Formen der jeweiligen Epoche Fleisch angenommen. Er konnte diese Formen beeinflussen und sogar verwandeln. Die Liturgie war über Jahrhunderte ein Motor der Evangelisierung. Heute müssen wir diese Kraft erneuern. Dies muss in Kontinuität mit der authentischen und lebendigen katholischen Tradition geschehen, um die Gläubigen in die Fülle der Wahrheit einzuführen.“

„Man versteht daher, warum die Konzilsväter bei der Überarbeitung der Riten Folgendes empfohlen haben“, fuhr der Papst fort. „Eine Reform darf nur erfolgen, wenn ‚ein echter und gewisser Nutzen der Kirche es erfordert‘. Zudem muss man darauf achten, ‚dass die neuen Formen aus den schon bestehenden gewissermaßen organisch herauswachsen‘.“

„Das konziliare Lehramt lädt dazu ein, eine Verunsicherung der Gläubigen zu vermeiden“, sagte er. „Es hält jeden davon ab, in der Liturgie eigenmächtig etwas hinzuzufügen, wegzulassen oder zu ändern. Der von der Konstitution geforderte Fortschritt gefährdet die kirchliche Gemeinschaft keineswegs. Er will sie vielmehr festigen und fördern.“

Abschließend ermutigte Papst Leo, „alle, die Gottesdienste vorbereiten. Dies gilt besonders für die Priester, die den liturgischen Vorsitz innehaben. Sie sollen stets die Texte und die Ordnungen der Liturgie achten. Dieser Respekt entspringt einer inneren Haltung der Offenheit und des Vertrauens auf Gott. Er zeigt Demut vor seiner Größe und aufrichtige Treue zur Gemeinschaft der Kirche.“

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