Marienschwestern vom Karmel geben Standort in Konnersreuth auf

Marienschwestern vom Karmel geben Standort in Konnersreuth auf

Die Marienschwestern vom Karmel haben ihren Standort in Konnersreuth nach über 70 Jahren endgültig aufgegeben. Wie bei den meisten anderen Klosterauflösungen der letzten Jahre ist auch hier „der akute Schwesternmangel“ das Problem, wie das Bistum Regensburg berichtete.

Das Kloster in Konnersreuth war noch auf Anregung von Therese Neumann entstanden, einer stigmatisierten Mystikerin, deren Seligsprechungsverfahren läuft. Die Einweihung 1963 konnte sie jedoch nicht mehr miterleben.

„Im Laufe der Jahre wurde das Kloster stetig erweitert“, so das Bistum Regensburg. „So kam 1979 ein Pflege- und Seniorenheim hinzu, das 1996 weiter ausgebaut wurde. Heute bietet das Kloster mit modernen und hellen Räumen Platz für bis zu 42 Seniorinnen und Senioren.“ Schon seit 2018 ist das Haus in der Trägerschaft des Deutschen Ordens, auch wenn einige Schwestern noch mehrere Jahre vor Ort bleiben konnten.

Das Bistum schrieb: „Die Marienschwestern leisteten über Jahrzehnte hinweg eine segensreiche Arbeit in Konnersreuth. Besonders in Erinnerung bleibt ihr langjähriger Einsatz im Kindergarten, den sie von 1966 bis 2006 führten. Erst 2006 übernahm die Marktgemeinde Konnersreuth die Trägerschaft, die 2024 an das Rote Kreuz überging. Das Kloster war zudem ein Ort der ‚Ewigen Anbetung‘, einer Praxis, die von den Schwestern und auch von den Ruhestandsschwestern über die Jahre hinweg aufrechterhalten wurde.“

Schwester Petra, die letzte Oberin der kleinen Gemeinschaft, sagte zum Abschied: „Es ist viel Wehmut dabei, aber wir kommen immer wieder mal nach Konnersreuth, schließlich kümmern wir uns weiter um die Grabpflege unserer Mitschwestern am Konnersreuther Friedhof.“ Die Fahrtdauer von Regensburg, wo die Schwestern nun leben werden, beträgt rund anderthalb Stunden mit dem Auto.

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