Dom in Worms aus Solidarität mit verfolgten Christen rot angestrahlt

Dom in Worms aus Solidarität mit verfolgten Christen rot angestrahlt

Der Dom St. Peter in Worms ist am Mittwoch, 19. November, als Zeichen der Solidarität mit bedrängten und verfolgten Christen rot angestrahlt worden. Hintergrund war der „Red Wednesday“ (roter Mittwoch) des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“. Rund um diesen Aktionstag werden auf allen Kontinenten Kirchen und öffentliche Gebäude rot beleuchtet, um auf die Situation verfolgter und bedrängter Christen sowie auf das Menschenrecht der Religionsfreiheit aufmerksam zu machen. Neben der Westfassade des Doms waren in Worms auch die St.-Martins-Kirche sowie die Kirche St. Laurentius in Gundheim rot angestrahlt.

Schwerpunktthema des Abends war das Christentum in Indien. Den Gottesdienst am Mittwochabend im Dom leitete Propst Tobias Schäfer. Rund 100 Gläubige hatten sich dort versammelt. In seiner Predigt verwies Propst Schäfer mit Blick auf die vielen Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt und getötet werden, dass auch der Wormser Dom quasi eine Märtyrerkirche sei. Denn der Ostchor der Kirche sei Petrus und Paulus und der Westchor dem heiligen Laurentius geweiht, also „auf Menschen gegründet, die Blut vergossen haben für die Frohe Botschaft Christi“.

Nach dem Gottesdienst gab es im „Haus am Dom“ eine Gesprächsrunde unter der Leitung der Pastoralreferentin Carolin Bollinger. Eine Vertreterin des internationalen Hilfswerks „Kirche in Not“ stellte dabei einige aktuelle Projekte vor. Im vergangenen Jahr hatte „Kirche in Not“ rund 400 Projekte mit rund 6,77 Millionen Euro gefördert. Schwerpunkt seien vor allem Aus- und Fortbildung von Priestern, Ordensleuten und Laien, aber auch Bauhilfe, Fahrzeughilfe und Mess-stipendien. Indien ist nach der Ukraine und Libanon das Land mit der höchsten Fördersumme des Hilfswerks im vergangenen Jahr.

Stefan Stein, der Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Deutschland-Büro von „Kirche in Not“, stellte einige Aspekte der kürzlich vom Hilfswerk veröffentlichten Studie „Religionsfreiheit weltweit“ vor. Demnach gebe es in mehr als 60 Ländern Einschränkungen der Religionsfreiheit; in diesen Staaten lebten mehr als fünf Milliarden Menschen. Ursachen seien unter anderem totalitäre Regierungen und der sich ausbreitende islamistische Terrorismus, vor allem im Westen Afrikas.

Propst Tobias Schäfer zeigte sich beeindruckt von der rot angestrahlten Westfassade des Doms. Man wolle mit dem „Red Wednesday“, an dem die Kirche in Worms erstmals mitgemacht hat, ein öffentliches Zeichen setzen und auf diese Weise auf das Schicksal der verfolgten und bedrängten Christen aufmerksam machen.

Die Aktionswoche zum „Red Wednesday“ von „Kirche in Not“ gibt es seit 2015. In Deutschland haben in diesem Jahr rund 250 Pfarreien bei der Aktion mitgemacht.

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