Vatikan-Experte Nersinger: „Es stört und verwirrt“, Papst bei Liturgie zu fotografieren

Vatikan-Experte Nersinger: „Es stört und verwirrt“, Papst bei Liturgie zu fotografieren

Der Vatikan-Experte Ulrich Nersinger hat betont, „es stört und verwirrt mich“, den Papst im Rahmen von Gottesdiensten zu fotografieren oder zu filmen. Seine Kritik erstreckte sich auf alle, „vom normalen Gottesdienstbesucher bis zum Kardinal“.

„Und das ist etwas, was ich nicht so ganz verstehe“, so der Vatikan-Experte im Gespräch mit dem Kölner Domradio. „Wenn ich sehe, dass Kardinale oder Bischöfe, die konzelebrieren, während der Liturgie ihr Smartphone zücken.“

„Hat man das nötig?“, fragte Nersinger. „Ist es wichtig, dass man das macht?“

Generell habe er kein Problem damit, den Papst zu fotografieren, stellte der Vatikan-Experte klar. Seine Kritik bezog sich nur auf liturgische Handlungen: „Wir sind ja nicht bei einer Mallorca-Fete, wo das erlaubt sein könnte. Aber bei einem Gottesdienst? Manchmal auch bei wirklich intimen Szenen wie bei der Wandlung. Das geht eigentlich nicht.“

Ohnehin habe der Vatikan offizielle Fotografen, sodass man auch gute Bilder von Gottesdiensten bekommen könne – „in weitaus besserer Qualität als mit dem Smartphone“.

Nersinger verwies auf die Auftritte der 2022 verstorbenen Königin von des Vereinigten Königreichs, Elisabeth II., wo man „kein einziges Handy“ sehen konnte. „Man hat das niemandem erlaubt und das zeigt, dass es geht. Vielleicht sollte die Präfektur des Päpstlichen Hauses sich einmal mit den entsprechenden Stellen am britischen Hof in Verbindung setzen.“

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