Papst Leo besucht Ort des Konzils von Nizäa, hält ökumenisches Gebet

Papst Leo besucht Ort des Konzils von Nizäa, hält ökumenisches Gebet

Im Rahmen seiner Türkeireise hat Papst Leo XIV. am Freitagnachmittag İznik besucht, jenen Ort, an dem vor 1700 Jahren des Konzil von Nizäa stattfand. Es war das erste allgemeine Konzil der Kirche, formulierte ein Glaubensbekenntnis und wies die Irrlehre des Arianismus zurück, die Jesus Christus nicht als Gott, eines Wesens mit dem Vater, ansah.

In seiner Ansprache lud Leo ein, sich „zu fragen, wer Jesus Christus im Leben der Frauen und Männer von heute ist, wer er für einen jeden von uns ist“.

„Indem er die Göttlichkeit Christi leugnete, reduzierte Arius ihn auf einen einfachen Mittler zwischen Gott und den Menschen und ignorierte dabei die Wirklichkeit der Menschwerdung, sodass das Göttliche und das Menschliche unüberbrückbar voneinander getrennt blieben“, erinnerte der Pontifex. „Aber wenn Gott nicht Mensch geworden ist, wie können die Sterblichen dann an seinem unsterblichen Leben teilhaben? Das stand in Nizäa auf dem Spiel und steht auch heute auf dem Spiel.“

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Das Glaubensbekenntnis von Nizäa sei „eine tiefe Verbindung, die bereits alle Christen vereint“, betonte der Papst. „Und von dem Bewusstsein ausgehend, dass wir bereits durch dieses tiefgehende Band verbunden sind, sind wir alle aufgefordert, durch einen Weg der immer vollständigeren Hingabe an das in Jesus Christus offenbarte Wort Gottes und unter der Führung des Heiligen Geistes, in gegenseitiger Liebe und im Dialog, das Ärgernis der leider noch bestehenden Spaltungen zu überwinden und den Wunsch nach Einheit zu nähren, für den der Herr Jesus gebetet und sein Leben hingegeben hat.“

„Je mehr wir untereinander versöhnt sind, desto mehr können wir Christen ein glaubwürdiges Zeugnis für das Evangelium Jesu Christi geben, das eine Botschaft der Hoffnung für alle ist, eine Botschaft des Friedens und der universalen Geschwisterlichkeit, die über die Grenzen unserer Gemeinschaften und Nationen hinausgeht“, unterstrich er.

Im Sinne einer geweiteten Perspektive fuhr er fort: „Es gibt eine universale Geschwisterlichkeit, unabhängig von Ethnie, Nationalität, Religion oder Meinung. Die Religionen sind von Natur aus Hüter dieser Wahrheit und sollten die einzelnen Personen, Gruppen von Menschen und Völker dazu ermutigen, sie anzuerkennen und zu praktizieren.“

„Das Heranziehen von Religion, um Krieg und Gewalt zu rechtfertigen, muss, wie jede Form von Fundamentalismus und Fanatismus, entschieden abgelehnt werden, während die Wege, die wir einzuschlagen haben, jene der geschwisterlichen Begegnung, des Dialogs und der Zusammenarbeit sind“, sagte Leo.

Gleich nach dem Kurzbesuch in İznik geht es für den Pontifex zurück nach Istanbul, erneut per Hubschrauber, wo er sich am Abend noch privat mit den Bischöfen des Landes treffen und das Abendessen einnehmen wird.

EWTN überträgt die öffentlichen Programmpunkte der Reise von Papst Leo XIV. in die Türkei und in den Libanon live im Fernsehen und im Internet.

Posted in

Werden Sie Teil der EWTN-Familie. Abonnieren Sie unseren Newsletter!

*Ich möchte zukünftig den wöchentlichen Newsletter von EWTN.TV mit Impulsen, Programmtips und Informationen rund um Ihren katholischen Fernsehsender per E-Mail empfangen. Diese Einwilligung kann am Ende jedes Newsletters widerrufen werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.