Wenn Weihnachten belastet: Telefonseelsorge hilft in einsamen Stunden

Wenn Weihnachten belastet: Telefonseelsorge hilft in einsamen Stunden

Wenn die hohen Erwartungen an das Weihnachtsfest auf die Wirklichkeit treffen, wächst für viele Menschen der Druck. Die Telefonseelsorge erlebt dann ihre Hochsaison. Gerade an den Feiertagen suchen Menschen verstärkt anonymen Beistand, da Konflikte, Einsamkeit, Krankheit, Ängste und Trauer dann besonders stark spürbar sind.

Wie die Telefonseelsorge Wien heute mitteilte, steigt die Zahl der Anrufe vor allem nach dem Heiligen Abend und dem Christtag deutlich an. Antonia Keßelring, Leiterin der Telefonseelsorge Wien, sagt: „Viele Menschen haben hohe Erwartungen an das Weihnachtsfest: es soll schön und harmonisch sein, alle sollen sich liebhaben.“

Der Kontrast zwischen Ideal und Realität werde zur Belastung, „Themen bekommen ihren Solo-Auftritt und tun besonders weh“, so Keßelring. Weihnachten werde dann zur „Stillen Nacht, schrecklichen Nacht“, in der „das Weihnachtsungeheuer herum“ geistere.

„Wir hören den Anruferinnen und Anrufern zu und geben den Gefühlen und Gedanken Raum. Alles darf ausgesprochen werden, es gibt keine Sprechverbote – auch zu Weihnachten“, erklärte Keßelring. Sobald alles gesagt sei, fühlten sich viele leichter. In Wien ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenlos unter der Nummer 142 erreichbar.

Anlaufstellen in Deutschland und der Schweiz

Auch in Deutschland steht die TelefonSeelsorge an sieben Tagen in der Woche und rund um die Uhr zur Verfügung.

Das Angebot der Erzdiözese München und Freising etwa ist anonym und kostenlos und telefonisch unter 0800 / 111 0 222 erreichbar.

In der Schweiz gilt die „Dargebotene Hand“ unter der Nummer 143 als zentrale Anlaufstelle. Der Dienst tritt konfessionell neutral auf, wird jedoch in vielen Kantonen von der katholischen und der reformierten Kirche getragen. Ergänzend bietet das ökumenische Portal seelsorge.net Internetseelsorge per E-Mail oder SMS an.

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