„Schritt weg von universalen Menschenrechten“: Lebensschützer kritisieren EU-Parlament

„Schritt weg von universalen Menschenrechten“: Lebensschützer kritisieren EU-Parlament

Der Bundesverband Lebensrecht hat die Entschließung des Europäischen Parlaments zur Bürgerinitiative „My Voice, My Choice“ kritisiert. Es handelt sich um eine Initiative, die allen Menschen in der EU den Zugang zu Abtreibungen ermöglichen will, indem Frauen aus Ländern, in denen Abtreibungen nicht leicht möglich sind, Reisen in andere Länder finanziert werden, um das Kind zu töten.

„Das Europäische Parlament hat einen weiteren Schritt weg von universalen Menschenrechten und hin zu ideologischer Vernachlässigung von Frauen im Schwangerschaftskonflikt und Entmenschlichung vorgeburtlicher Kinder getan“, kommentierte Alexandra Maria Linder, die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, am Mittwoch.

„Mehr und mehr wird Abtreibung selbstverständlich in ein Vokabular miteingeschlossen, das eigentlich vernünftige gesundheitliche Versorgung für Mütter und wichtige reproduktive Rechte von Frauen beinhaltet, zum Beispiel sexuelle Selbstbestimmung, Versorgung vor, während und nach der Geburt, Aufklärung und vieles mehr“, so Linder. „Von einer nach der Abstimmung jubelnden Abgeordneten wurde im Zusammenhang mit der Erweiterung der vorgeburtlichen Kindestötung von ‚grenzüberschreitenden Gesundheitsdiensten‘ und der ‚Verbesserung der menschlichen Gesundheit‘ gesprochen.“

„Die Abtreibungszahlen steigen, der Respekt vor der Menschenwürde schwindet, die Hilfsbereitschaft und das Verständnis für Frauen im Schwangerschaftskonflikt sinken“, fasste Linder den Stand der Dinge zusammen. „Die heutige EU-Resolution wird nichts zur Verbesserung dieser menschlich wie ethisch fatalen Entwicklung beitragen.“

Cornelia Kaminski, die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (AlfA), bezeichnete es ihrerseits als „alarmierendes Signal für den Schutz ungeborenen Lebens und für die Achtung der Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten“, dass die Bürgerinitiative im Europäischen Parlament eine Mehrheit fand.

„Die heutige Abstimmung mag politisch als ‚Sieg für Frauenrechte‘ gefeiert werden, tatsächlich ist sie ein Verlust an Menschenrechten“, stellte Kaminski klar. „Ohne das Recht auf Leben verlieren alle anderen Menschenrechte ihre Grundlage. Sie ist zudem ein Verlust an Subsidiarität und an Ehrlichkeit im Umgang mit der Wirklichkeit von Schwangerschaft und Abtreibung.“

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