Eine Abordnung der Sternsinger hat – wie in jedem Jahr – den Bundespräsidenten und das Bundeskanzleramt besucht. Während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit seiner Frau die Delegation persönlich empfing, war Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) außer Haus, weil er in Paris an einem Gipfel zum Ukraine-Krieg teilnimmt.
„Danke, dass ihr im Augenblick täglich auf den Straßen unterwegs seid“, sagte Steinmeier in einem kurzen Gruß an die Sternsinger. „Ihr helft Kindern in Bangladesch, von der Fabrik loszukommen und zur Schule gehen zu können.“
Die Aktion Dreikönigssingen konzentriert sich in diesem Jahr auf den Kampf gegen die Kinderarbeit in Bangladesch. Auf ihrer Internetseite schreiben die Sternsinger: „Trotz Fortschritten im Kampf gegen Kinderarbeit müssen in dem südasiatischen Land noch rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten – 1,1 Millionen sogar unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Sternsinger-Partnerorganisationen setzen sich dafür ein, Kinder aus Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.“
Seit 1959 gibt es in Deutschland die Sternsingeraktion in einer Form, die über das Brauchtum hinausgeht und Spenden für bestimmte Projekte sammelt.
Im Jahr 2025 wurden über 48 Millionen Euro eingenommen. Damals zogen Sternsingergruppen – Kinder, die sich als die heiligen drei Könige verkleiden – aus 7.328 Pfarrgemeinden und anderen Einrichtungen, etwa Schulen, von Haus zu Haus, um Geld zu sammeln. Dabei geht es auch um das Überbringen des Segens in die jeweiligen Häuser und Wohnungen.
