Erzbistum Bamberg setzt „Entwicklungslinien für die Pastoral der Zukunft“ in Kraft

Erzbistum Bamberg setzt „Entwicklungslinien für die Pastoral der Zukunft“ in Kraft

Das Erzbistum Bamberg hat seine „Entwicklungslinien für die Pastoral der Zukunft“ in Kraft gesetzt. Erzbischof Herwig Gössl betonte in seiner „Hinführung“ am Sonntag, der „zentrale Orientierungspunkt kirchlichen Handelns“ sei Jesus Christus.

„Seine Predigt und sein Handeln, seine Passion und seine Auferstehung bilden die entscheidenden Grundlagen unseres Glaubens“, führte Gössl aus. „Auf diese müssen sich alle Formen kirchlichen Lebens beziehen.“

Gleichzeitig räumte er ein: „Heute findet sich die Kirche in einer zunehmend differenzierten Gesellschaft und trifft auf Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten, Erwartungen und Bedürfnissen. Wir erkennen, dass wir diesen nicht vollumfänglich gerecht werden können, da unsere Möglichkeiten und Ressourcen begrenzt sind. Wir können nicht in allen Bereichen und an allen Orten des Lebens präsent sein.“ Gössl sprach von den „Grenzen unserer bisherigen kirchlichen Strukturen […], insbesondere im Hinblick auf die personellen und finanziellen Möglichkeiten“.

„Wir nehmen heute wahr, dass die Anzahl von Menschen, für die der Glaube der Kirche ein Herzensanliegen ist, geringer wird“, fuhr der Erzbischof fort. „Wir nehmen ernst, dass wir gerade zu jenen gesandt sind, die mit kirchlichen Angeboten in ihrer bisherigen Form nichts mehr anfangen können oder die bislang noch nicht mit der Frohen Botschaft in Berührung gekommen sind.“

Gössl formulierte fünf „pastorale Grundlagen für die Kirche von Bamberg“, und zwar an erster Stelle: „Wie Jesus Christus geben wir dem Gebet den höchsten Stellenwert und fördern alles, was die Beziehung zu Gott stärkt.“ Ferner beschrieb er die Förderung der Gemeinschaft, das Wahrnehmen der Menschen „in ihren jeweiligen Lebenswelten und sozialen Bezügen“ und das Zutrauen, dass der einzelne Mensch „Wesentliches zum Aufbau des Reiches Gottes heute beitragen“ könne.

An letzter Stelle schrieb er: „Wie Jesus Christus leben wir die Bereitschaft, auch Liebgewordenes loszulassen und Dinge aufzugeben, die einmal wichtig waren und ggf. immer noch sinnvoll sind, aber nicht mehr gehalten werden können. Dabei sind wir getragen von der festen Überzeugung, dass es im Letzten nicht auf unseren Beitrag ankommt, sondern auf Gottes Wirken, damit unser Tun als Kirche fruchtbar wird.“

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