Bis Ostern wird Papst Leo XIV. zahlreichen öffentlichen liturgischen Feiern vorstehen, wie aus dem jüngst durch den Vatikan veröffentlichten Kalender hervorgeht. Neben den großen Liturgien der Karwoche und von Ostern stehen auch mehrere Besuche römischer Pfarreien auf dem Programm.
Am Sonntag vor Aschermittwoch, dem 15. Februar, stattet der Pontifex der Pfarrei Santa Maria Regina Pacis a Ostia Lido einen Besuch ab. Die Messe ist für 17 Uhr geplant.
Den Auftakt zur Fastenzeit stellt der Aschermittwoch dar. An jenem Tag beginnt um 16:30 Uhr die Liturgie mit einer Statio in der Kirche des Benediktinerklosters Sant’Anselmo, gefolgt von einer Prozession zur Basilika Santa Sabina, wo die Dominikaner ihren Sitz haben. Um 17 Uhr findet dort dann die Messe statt.
Am Ersten Fastensonntag, dem 22. Februar, steht ein weiterer Pastoralbesuch in einer römischen Pfarrei an, nämlich Sacro Cuore di Gesù a Castro Pretorio. Der Pontifex feiert die Messe um neun Uhr.
Vom 22. bis zum 27. Februar ziehen sich Papst und römische Kurie zu Fastenexerzitien zurück. In diesem Jahr ist Bischof Erik Varden OCSO der Prediger. Varden ist Trappist und seit einigen Jahren Bischof in der norwegischen Diaspora. Er ist bekannt für seine geistlichen Texte und gehaltvolle Predigten.
Im März stehen an den ersten drei Sonntagen jeweils wieder Pastoralbesuche in römischen Pfarreien an, die jeweils eine Messe um 17 Uhr umfassen. Es handelt sich um die Pfarreien Ascensione di Nostro Signore Gesù Cristo, Santa Maria della Presentazione und Sacro Cuore di Gesù a Ponte Mammolo.
Am 29. März ist Palmsonntag, der Beginn der Karwoche. Papst Leo feiert die Messe mit Segnung der Palmzweige und Palmprozession um zehn Uhr auf dem Petersplatz.
Für den Gründonnerstag ist am Morgen um 9:30 Uhr die Chrisammesse im Petersdom angesetzt. Dabei werden die Öle geweiht, die für die Spendung der Sakramente bzw. deren Vorbereitung benutzt werden: Chrisam, Krankenöl und Katechumenenöl. Am frühen Abend, um 17:30 Uhr, feiert Papst Leo in der Lateranbasilika das Abendmahlsamt zum Gedenken an das Letzte Abendmahl Jesu mit seinen Aposteln, bei dem die Eucharistie und das Priestertum eingesetzt wurden. Der Pontifex kehrt damit zum gewöhnlichen Prozedere zurück, während Papst Franziskus gewöhnlich Gefängnisse besuchte.
Am Karfreitag ist um 17 Uhr zunächst die Karfreitagsliturgie im Gedenken an das Leiden und Sterben Jesu im Programm, dann um 21:15 Uhr das Gebet des Kreuzwegs im Kolosseum.
Das Osterfest selbst beginnt mit der Ostervigil in der Nacht von Karsamstag auf den Ostersonntag. Der Papst findet sich dafür um 21 Uhr mit den Gläubigen im Petersdom zusammen. Am Sonntag selbst feiert er dann auf dem Petersplatz um 10:15 Uhr eine Messe, um anschließend um zwölf Uhr den traditionellen Segen Urbi et orbi zu spenden, der den Päpsten vorbehalten ist und neben Ostern nur zu Weihnachten und unmittelbar nach der Wahl eines Papstes Anwendung findet.