Papst Leo XIV. wird in diesem Jahr verschiedene Reise innerhalb Italiens unternehmen, darunter auch nach Lampedusa, einer winzigen Insel im Mittelmeer, die viele illegale Migranten aus Afrika als erste Station auf europäischem Boden nutzen.
Papst Franziskus hatte 2013 im Juli seine erste italienische Reise ebenfalls nach Lampedusa unternommen. Damals berichtete die Süddeutsche Zeitung: „Seine allererste Reise hat der Papst genau hierher machen wollen, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen – mit den Migranten, und mit denen die sie aufnehmen.“
„Und natürlich setzt der Papst so auch ein Signal an die Politik“, hieß es damals weiter. „‚Lampedusa soll ein Leuchtturm für die ganze Welt sein‘, sagt Franziskus, ‚damit sie die aufnimmt, die ein besseres Leben suchen.‘ Die Fischer- und Ferien-Insel ist längst Symbol für die Flüchtlingsfrage in Europa, seit dort vor 21 Jahren zum ersten Mal so ein Boot aus Nordafrika eingetroffen ist.“
Für Aufsehen sorgten damals die eigenwilligen liturgischen Akzente: Aus dem Holz der Boote von Migranten „hat der Tischler Franco Tuccio für den Papst den Messkelch und einen Hirtenstab geschnitzt für die Messe auf dem Sportplatz. Aus solchem Holz ist auch das Predigtpult, selbst der Altar steht auf einem kleinen Boot.“
Papst Leo wird nun am 4. Juli in die Fußstapfen seines Vorgängers treten. Ein genaues Programm – etwa, ob auch eine Messfeier geplant ist – ist noch nicht bekannt. Es ist lediglich von „Vormittag“ die Rede.
Am Donnerstagmittag veröffentlichte der Vatikan auch die Termine weiterer Reisen. Zunächst soll es am 8. Mai am Vormittag nach Pompei und am Nachmittag nach Neapel gehen. In Pompei feiert der Papst eine Messe, während in Neapel in der Kathedrale eine Begegnung mit Geistlichen und Ordensleuten vorgesehen ist. Dazu kommt ein Treffen mit der Bevölkerung.
Am 23. Mai reist Papst Leo vormittags in dieselbe Gegend, nämlich nach Acerra, wo er den Gläubigen der „Terre dei Fuochi“ begegnen will. Die Region wird so genannt, weil dort seit Jahrzehnten enorme Mengen Müll vergraben und verbannt werden, was für die Bevölkerung ein großes Gesundheitsrisiko darstellt.
In den Norden Italiens, nach Pavia, verschlägt es den Papst am Nachmittag des 20. Juni, bevor am 4. Juli die Reise nach Lampedusa geplant ist.
Für August hat der Vatikan schließlich noch zwei Termine angekündigt, nämlich am 6. August, dem Fest der Verklärung des Herrn, nach Assisi. Es ist genau 800 Jahre her, dass der bis heute beliebte heilige Franz von Assisi starb, was den Anlass der Reise bildet, die auch eine Messfeier umfasst. Schließlich nimmt der Pontifex am 22. August in Rimini an dem jährlich von der Bewegung Communione e Liberazione veranstalteten „Meeting“ teil und feiert eine Messe.