Kardinal Woelki lädt ein, in Fastenzeit acht Minuten pro Tag für Gott zu reservieren

Kardinal Woelki lädt ein, in Fastenzeit acht Minuten pro Tag für Gott zu reservieren

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat dazu eingeladen, in der Fastenzeit täglich acht Minuten „ganz bewusst für Gott“ zu reservieren: „Für den, der immer da ist, der uns und unsere Herzen kennt. Für den, der in der Eucharistie, in der Heiligen Schrift und im stillen Gebet auf uns wartet. Unaufdringlich. Aber treu. Wie ein guter Freund.“

Woelki ging in seinem Fastenhirtenbrief von einer Studie aus, wonach acht Minuten mit einem Freund „in akuten Stresssituationen“ helfen könnten, „sich wieder besser zu fühlen“.

Der Erzbischof von Köln ging zunächst auf den menschlichen Aspekt ein. „Wie großartig wäre es, in dieser Fastenzeit genau darauf zu achten“, schrieb er. „Wer braucht acht Minuten Zeit von mir – einfach, indem ich zuhöre, einfach, indem ich da bin, in kleinen Zeichen und Gesten der Aufmerksamkeit und der Nähe? Vielleicht ist es ein kurzer Anruf, ein gemeinsamer Spaziergang, ein stilles Gebet füreinander. Es sind oft die kleinen Dinge, die Großes bewirken.“

„Wenn ich an unsere Gemeinden und viele unserer kirchlichen Einrichtungen als Orte der Freundschaft denke, dann denke ich natürlich auch und besonders an unsere Freundschaft mit Gott“, leitete er dann über auf die Gottesbeziehung der Menschen.

„Wenn wir Gott unsere Einsamkeit, Sorgen, Ängste und unseren Stress anvertrauen – vielleicht nur acht Minuten am Tag – kann er unser Leben verwandeln“, so Woelki. „Denn Jesus kannte ja selbst diese Zeiten der Wüste, der Einsamkeit und der Versuchung. Im Evangelium des ersten Fastensonntags begegnet er uns allein in der Wüste, aber getragen von der Nähe seines Vaters. Er weiß, wie es ist, mit Sorgen und Ängsten zu kämpfen und trotzdem zu vertrauen. Diesem Christus dürfen wir uns anvertrauen. Wir dürfen in dieser Fastenzeit das Vertrauen auf ihn, die Vertrautheit mit ihm, neu lernen.“

„Vielleicht ist daher ja in all den Umbrüchen, Veränderungen und Abbrüchen, die wir vielfach auch schmerzhaft als Teil unserer Zeit und Wirklichkeit erleben, genau jetzt der richtige Moment, etwas Neues zu wagen und all dem starke Zeichen des Vertrauens, der Hoffnung und des ungebrochenen Glaubensmutes entgegenzusetzen!“, hieß es am Ende des Fastenhirtenbriefs.

Schließlich ermutigte er noch ganz konkret: „Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, eine regelmäßige Anbetung, einen neuen Gebetskreis, eine Initiative für Bedürftige in unserer Nachbarschaft zu beginnen. Vielleicht auch einfach nur ganz freimütig und persönlich von unserem Glauben und unserer Hoffnung zu erzählen. Warum eigentlich nicht? Lassen wir uns inspirieren, unverzagt zu sein und neue Wege zu gehen.“

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