Beschäftigung mit paranormalen Dingen: Redemptorist Andreas Resch gestorben
Pater Andreas Resch CSsR, der sich mit paranormalen Phänomenen beschäftigte, ist bereits am 1. Februar 2026 im Alter von 91 Jahren im Kloster der Redemptoristen in Gars am Inn gestorben. Dort wurde er auch am 7. Februar auf dem Klosterfriedhof beigesetzt.
Resch war Wissenschaftler und Autor vieler Schriften und Bücher und machte sich insbesondere auf dem Gebiet der „Paranormologie“ – ein von ihm selbst eingeführter Begriff – einen Namen. Dabei geht es um das Gesamtgebiet des Außergewöhnlichen, das als Fachrichtung und Teil der Parapsychologie gilt.
Geboren am 29. Oktober 1934 in der Nähe von Bozen in Südtirol, wuchs Resch auf einem kleinen Bergbauernhof als viertes von zehn Kindern auf. Nach der Gymnasialzeit in Bozen sowie in den Juvenaten der Redemptoristen in der Toskana und in Niederösterreich trat er 1955 in das Noviziat der Redemptoristen ein.
Nach Ablegung seiner Gelübde studierte er Theologie und wurde 1961 zum Priester geweiht. 1963 wurde er in Graz im Bereich der Theologie promoviert. Danach folgte ein Psychologiestudium in Freiburg im Breisgau und in Innsbruck, das Resch mit einer weiteren Promotion abschloss.
Neben seiner seelsorglichen Tätigkeit im Innsbrucker Ordenskolleg beschäftigte sich Resch schon als junger Priester mit paranormalen Phänomenen und arbeitete, nach entsprechender Ausbildung, als Psychotherapeut. Durch seine Lehrtätigkeit in Rom sowie durch seine umfangreiche Publikationstätigkeit, erwarb sich Resch weltweit einen Namen. Er genoss dabei nicht nur unter Fachleuten Ansehen, sondern auch darüber hinaus, da seine Forschungsfelder viele Menschen interessierten.
Gleich, ob es um verschiedene Dimensionen von Wundern, um das Weiterleben nach dem Tod, um die Höhen und Tiefen des Phänomens Mensch ging – Pater Resch wurde als Experte geschätzt und von Medien gerne befragt. Er galt vielen Menschen als einfühlsamer und nicht zuletzt humorvoller Gesprächspartner.
Nachdem das Innsbrucker Ordenskolleg im Jahre 2019 aufgelöst wurde, ging Resch weiterhin in seiner Stadt seiner wissenschaftlichen und publizistischen Tätigkeit nach. Gesundheitliche Probleme nach einem Sturz im Jahr 2024 führten dazu, dass er als letzte Station in das Kloster Gars am Inn versetzt wurde.
Reschs wissenschaftliche Tätigkeit führte ihn von 1969 bis 2000 nach Rom. Er war Professor an der Accademia Alfonsiana und der Päpstlichen Lateranuniversität. Hier wie an der Gregoriana hielt er Vorlesungen in klinischer Psychologie und Paranormologie. Zudem erhielt er zahlreiche Einladungen zu Gastvorlesungen in den USA, in Japan und in Australien.
Bekannt wurde Resch durch den 1974 von ihm gegründeten Resch-Verlag und als Rektor (1980) des ebenfalls von ihm in Innsbruck gegründeten Instituts für Grenzgebiete der Wissenschaft (IGW). Er war Initiator der Imago-Mundi-Kongresse und Herausgeber mehrerer Zeitschriften und Buchreihen wie der interdisziplinären Quartalschrift Ethica.
Über den wissenschaftlichen Bereich hinaus erreichte Resch einen größeren Bekanntheitsgrad, als er 1998 und 2005 Untersuchungen zu den vermeintlichen Marienerscheinungen von Medjugorje durchführte und zu der Auffassung gelangte, die Wissenschaft könne weder bestätigen noch verneinen, dass den Sehern die Mutter Gottes erschienen sei.
