Kardinal Woelki und Bischof Oster unterstützen Münchner Marsch fürs Leben mit Grußworten

Kardinal Woelki und Bischof Oster unterstützen Münchner Marsch fürs Leben mit Grußworten

Am 18. April versammeln sich auf dem Königsplatz erneut Lebensrechtler zum Münchner Marsch fürs Leben, der inzwischen zum sechsten Mal stattfindet. Im Vorfeld der Kundgebung würdigten der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und der Passauer Bischof Stefan Oster SDB das Engagement der Teilnehmer.

Laut dem Veranstalter, „Stimme der Stillen e. V.“, beginnt der Marsch um 13 Uhr. Er gilt als eine der größten Lebensschutz-Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum.

Hintergrund der diesjährigen Versammlung sind aktuelle gesellschaftliche Debatten, wie die Organisatoren mitteilten. Dazu zählen Diskussionen über eine mögliche Streichung des Paragrafen 218 aus dem Strafgesetzbuch sowie die jüngst beschlossene Finanzierung grenzüberschreitender Abtreibungen durch den Europäischen Sozialfonds.

In Deutschland werden nach aktueller Rechtslage jährlich mehr als 100.000 ungeborene Kinder im Mutterleib getötet. Von 1996 bis 2023 wurden ungefähr 1,8 Millionen Kinder abgetrieben.

In seinem Grußwort betonte Woelki, die Teilnehmer setzten „ein lebendiges und hoffnungsvolles Zeichen für den Schutz und die Würde jedes Menschen vom ersten Augenblick seiner Existenz bis zu seinem natürlichen Ende“.

Politik, Gesellschaft und Kirche stünden gemeinsam in der Verantwortung, für das Leben einzutreten und Menschen in schwierigen Situationen nicht allein zu lassen. Er hob hervor, dass jeder Mensch „ein geliebtes Kind Gottes ist unabhängig von Alter, Gesundheit oder Lebenssituation“.

Bischof Oster erklärte in seiner Botschaft, der katholische Lebensschutz setze die Überzeugung voraus, dass das menschliche Leben „immer etwas Heiliges und Unantastbares ist: ein kostbares Geschenk aus der Hand unseres Schöpfers selbst“.

Daraus ergebe sich die „unumstößliche Verpflichtung“, das Leben in allen Stadien und Umständen zu schützen. Oster verwies ausdrücklich auf die Nöte von Frauen in Konfliktsituationen: „Auch ihre Unterstützung muss ein wesentlicher Teil unserer Sorge um das Leben sein.“

Organisatorin Silja Fichtner betonte gegenüber CNA Deutsch das Anliegen der Veranstaltung: „Wir geben denen eine Stimme, die noch keine oder keine mehr haben.“ Deutschland benötige nicht mehr Abtreibungszentren, sondern eine bessere Unterstützung für junge Familien und insbesondere für Frauen während der Schwangerschaft.

Als internationale Hauptrednerin wird die nigerianische Biomedizinerin und Gründerin von „Culture of Life Africa“, Obianuju Ekeocha, erwartet, die sich gegen die internationale Förderung von Abtreibungen in Afrika engagiert. Zudem spricht der deutsche Publizist Mathias von Gersdorff, der sich für eine Stärkung von Familien und Elternrechten einsetzt.

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