Kardinal Marx: „Krieg ist das schlimmste Unglück, das auf Erden geschehen kann“
Mit deutlichen Worten hat Kardinal Reinhard Marx, der Erzbischof von München und Freising, die Kriege in aller Welt verurteilt. „Der Krieg ist das schlimmste Unglück, das auf Erden geschehen kann“, betonte er in einer Predigt im Pfarrverband Haidhausen.
Einen Krieg zu beginnen sei „das größte Unglück überhaupt“, fügte Marx hinzu. Er kritisierte, dass der Krieg mittlerweile wieder „ein scheinbar normales Mittel der Politik“ geworden sei.
Kriege seien „der große Zerstörer“, so der Kardinal, denn „auf Generationen setzt er Hass und Gewalt bis in die Generationen der Zukunft hinein“.
Grundsätzlich beginne „die ganze Kette der Gewalt, des Krieges, des Hasses, der Sünde“ mit Lüge und Misstrauen, was man auch heute erkennen könne. Verschwörungstheorien etwa bestätigten dies.
„Wir leben in einer Welt, die nicht heil ist“, fasste Marx zusammen. Man lebe aber als Christ „in der Hoffnung. Wir wissen, dass wir etwas tun können.“ Man dürfe sich nicht „den Mächten der Lüge, der Unwahrhaftigkeit und der Gewalt unterwerfen“.
„Es ist möglich, zueinander zu kommen, ohne dass der eine den anderen beherrscht und unterwirft“, zeigte sich der Kardinal überzeugt.
Nachdem in den letzten vier Jahren der Ukraine-Krieg die öffentliche Wahrnehmung geprägt hat und rund zwei Jahre lang im Heiligen Land ein brutaler Krieg geführt wurde, steht seit etwas mehr als einer Woche der Iran im Mittelpunkt. Die USA und der Staat Israel hatten das Land angegriffen, das seinerseits mit Schlägen gegen den Staat Israel sowie gegen arabische Staaten antwortet, in denen die USA militärische Stützpunkte haben. Dazu gehören fast alle Staaten auf der arabischen Halbinsel.
Vertreter der Regierungen in den USA und im Staat Israel haben erklärt, dass es sich um einen Präventivkrieg gegen den Iran handelt. Bereits im Juni 2025 hatten mehrtägige Angriffe der beiden Regierungen das Atomprogramm des Iran zerstört.
US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt eine „bedingungslose Kapitulation des Iran“ gefordert. In diesem Zusammenhang erläuterte er: „Eine bedingungslose Kapitulation könnte darin bestehen, dass [die Iraner] sie verkünden. Es könnte aber auch sein, dass sie nicht mehr weiterkämpfen können, weil sie niemanden und nichts mehr haben, womit sie kämpfen könnten.“
