Vierte Pro-Life-Kampagne „Häsch gwüsst“ informiert in Schweizer Postfilialen
Der Verein „Marsch fürs Läbe“ führt vom 2. bis zum 15. März seine vierte Informationskampagne in rund 300 Postfilialen der Deutschschweiz durch. Mit zehnsekündigen Video-Spots auf Bildschirmen macht die Lebensschutz-Organisation auf die steigenden Abtreibungszahlen im Land aufmerksam.
Seit dem Jahr 2024 läuft die Aktion „Häsch gwüsst“ in regelmäßigen Abständen. Die Initiatoren möchten mit der Aktion „Risiken und Nebenwirkungen“ von Abtreibungen aus der Tabuzone holen. Neben den Postfilialen waren frühere Ausstrahlungen der Kampagne auch in Postautos und auf Bahnhofsbildschirmen zu sehen.
Im Zentrum der aktuellen Frühjahrskampagne steht die Zunahme von Abtreibungen. Der Verein verwies auf Zahlen des Bundesamtes für Statistik, wonach die Zahl der Abtreibungen von 10.275 im Jahr 2014 auf 12.434 im Jahr 2024 gestiegen ist. Dies entspricht einer vorgeburtlichen Kindstötung alle 44 Minuten.
Nach Angaben des Vereins „Marsch fürs Läbe“ ist es in der Schweiz zur „Selbstverständlichkeit“ geworden, bei einer ungeplanten Schwangerschaft einen Termin für eine Abtreibung zu erhalten.
In einer Mitteilung kritisiert die Organisation zudem politische Bestrebungen zur Finanzierung von Abtreibungen. So verwies der Verein darauf, dass in der Schweiz ab 2027 jede Abtreibung vollständig von den Krankenkassen finanziert werden soll.
Unter Berufung auf US-Studien argumentieren die Lebensschützer ferner, dass 60 Prozent der Frauen ihr Kind ausgetragen hätten, wenn sie zum Zeitpunkt der Entscheidung für eine Abtreibung mehr Unterstützung oder eine größere finanzielle Sicherheit gehabt hätten.
Die Ausstrahlung der Clips hat in der Vergangenheit wiederholt zu Protesten und Verbotsforderungen geführt. Doch die Schweizerische Post hält an der Ausstrahlung fest. Sie begründet dies mit der grundsätzlichen Erlaubnis politischer Werbung in ihren Filialen sowie der Gleichbehandlung. In den Clips seien Fakten und keine strafbaren Aussagen enthalten.
Die nächste Großveranstaltung der Lebensschützer, der diesjährige „Marsch fürs Läbe“, ist für den 19. September geplant. Dort will der Verein seine Forderung bekräftigen, das unbedingte Lebensrecht ungeborener Kinder wieder als gesellschaftliche Norm zu etablieren.
