„Skandal für die gesamte Menschheitsfamilie“: Papst Leo über Kriege der Gegenwart
Papst Leo XIV. hat sich erneut „mit Besorgnis“ zur „Lage im Nahen Osten sowie in anderen Regionen der Welt“ geäußert, „die von Krieg und Gewalt heimgesucht werden“.
„Wir dürfen angesichts des Leidens so vieler wehrloser Menschen, die Opfer dieser Konflikte sind, nicht schweigen“, so der Pontifex nach dem Angelusgebet am Sonntag. „Was ihnen angetan wird, trifft die gesamte Menschheit. Der Tod und der Schmerz, die diese Kriege verursachen, sind ein Skandal für die gesamte Menschheitsfamilie und himmelschreiend!“
Leo erneuerte „nachdrücklich den Aufruf, im Gebet auszuharren, damit die Feindseligkeiten ein Ende finden und sich endlich Wege des Friedens eröffnen, die auf aufrichtigem Dialog und der Achtung der Würde jedes Menschen beruhen“.
Unterdessen droht im Iran-Krieg, der ohnehin schon massive Auswirkungen auf die Anrainerstaaten des Persischen Golfs hat, eine neue Eskalation. US-Präsident Donald Trump hatte in der Nacht von Samstag auf Sonntag angekündigt, man werde die Energieanlagen des Iran zerstören, sollte das Land die Straße von Hormus nicht vollständig öffnen. Dabei formulierte Trump ein Ultimatum von 48 Stunden. Der Iran wiederum kündigte an, man werde Angriffe auf analoge Ziele in der Golfregion vornehmen, falls Trump mit seiner Drohung wahr mache.
Seit Ende Februar bombardieren die USA und der Staat Israel den Iran, der seinerseits zurückschlägt – vor allem auf Ziele in der Golfregion, die mit den USA in Verbindung stehen, darunter viele Militärstützpunkte. Die pro-iranische Terrororganisation Hisbollah im Libanon war nach Kriegsbeginn mit Schlägen gegen den Staat Israel an den Start gegangen, weshalb israelische Soldaten nun eine große Kampagne gegen den Libanon fahren – mit tausenden Todesopfern und Verletzten sowie hunderttausenden Flüchtlingen.