Kardinal Woelki kann „noch nicht sagen“, ob er sich an Synodalkonferenz beteiligt

Kardinal Woelki kann „noch nicht sagen“, ob er sich an Synodalkonferenz beteiligt

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki kann „noch nicht sagen“, ob er an der Synodalkonferenz teilnehmen wird, die den deutschen Synodalen Weg verstetigen soll. Bisher steht eine vatikanische Genehmigung dieses Gremiums weiter aus.

Im Januar hatte Woelki dem Kölner Domradio bereits gesagt: „Wir müssen abwarten, was Rom tatsächlich sagt.“ Gegenüber der Kölnischen Rundschau hielt er am Sonntag nun fest, Synodalität sei „in erster Linie ein geistlicher Prozess“. In Köln setzte man dies „so um, wie es auch in Rom bei der Weltsynode praktiziert wurde, d. h. es finden die Gespräche – auch die unbequemen – im Heiligen Geist statt, und es geht immer darum, wie wir alle unsere Entscheidungen am Auftrag Jesu ausrichten können“.

Der springende Punkt beim der Synodalkonferenz ist die Satzung und ihre Idee des gemeinsamen Beratens und Entscheidens von Diözesanbischöfen und Nicht-Bischöfen. In der Satzung heißt es, die Synodalkonferenz „berät und fasst Beschlüsse im Sinne ‚synodaler Entscheidungsprozesse‘ (vgl. Abschlussdokument der Bischofssynode, Nr. 94) zu wichtigen Fragen des kirchlichen Lebens von überdiözesaner Bedeutung“.

Der Vatikan unter Papst Franziskus und nun unter Papst Leo forderte trotz aller Kritik am Synodalen Weg nie förmlich, den Prozess mit seinen teils radikalen Änderungsbestrebungen an der überlieferten kirchlichen Lehre zu beenden und Gremien nur so einzurichten, wie es kirchenrechtlich problemlos möglich ist und wie sie in Deutschland auf allen Ebenen existieren.

Nun besteht die Lösung der deutschen Frage entweder darin, die Satzung zu genehmigen, womit alle bisherige vatikanische Kritik als substanzlos erscheinen würde, oder die Satzung abzulehnen, wodurch der Eindruck entstünde, dass der Vatikan erst dann durchgreift, wenn es um die Macht der Bischöfe geht, nicht aber zuvor, wenn zentrale Punkte der katholischen Lehre in Frage gestellt wurden – etwa mit Blick auf Frauenordination, die reguläre Taufspendung durch Laien und Homosexualität.

Der Passauer Bischof Stefan Oster SDB, neben Woelki einer der schärften Kritiker des deutschen Synodalen Wegs, hatte bereits erklärt: „Ich warte mit einiger Spannung darauf, wie Rom sich dazu verhält. Aber grundsätzlich ist meine Position: Wenn wir es im Einvernehmen mit der Weltkirche machen, dann mache ich mit.“

Oster verwies auf die Gespräche von Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) mit den zuständigen vatikanischen Stellen. „Die deutsche Seite hat dabei versucht klarzumachen, dass ‚Beschlüsse fassen‘ etwas anderes sei als ‚entscheiden‘“, erläuterte der Bischof von Passau. „Ich bin gespannt, wie die Römer sich dazu verhalten.“

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