Papst Leo unterstreicht allgemeine Berufung zur Heiligkeit bei Generalaudienz

Papst Leo unterstreicht allgemeine Berufung zur Heiligkeit bei Generalaudienz

Bei der Generalaudienz am Mittwochvormittag hat Papst Leo XIV. die allgemeine Berufung zur Heiligkeit unterstrichen, auf die das Zweite Vatikanische Konzil in der Dogmatischen Konstitution Lumen gentium eingeht. „Jeder von uns ist dazu berufen, in der Gnade Gottes zu leben, die Tugenden zu üben und Christus nachzuahmen“, sagte er auf dem Petersplatz.

Heiligkeit sei also „kein Privileg für wenige, sondern eine Gabe, die jeden Getauften verpflichtet, nach der Vollkommenheit der Liebe zu streben, das heißt nach der Fülle der Liebe zu Gott und zum Nächsten“. Dabei förderten „alle Sakramente“, aber besonders die Eucharistie, ein heilige Leben.

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Der Konzilstext beschreibe „die Heiligkeit der katholischen Kirche als eines ihrer wesentlichen Merkmale, das im Glauben anzunehmen ist, da sie als ‚unfehlbar heilig‘ gilt“. Das bedeute indes „nicht, dass sie dies in einem vollständigen und vollkommenen Sinne ist, sondern dass sie berufen ist, diese göttliche Gabe auf ihrem Pilgerweg zum ewigen Ziel zu bekräftigen, indem sie ‚inmitten der Verfolgungen der Welt und der Tröstungen Gottes‘ wandelt“.

„Die traurige Realität der Sünde in der Kirche, das heißt in uns allen, lädt jeden Einzelnen dazu ein, eine ernsthafte Lebensumkehr zu vollziehen und uns dem Herrn anzuvertrauen, der uns in der Liebe erneuert“, stellte Leo klar. „Gerade diese unendliche Gnade, die die Kirche heiligt, überträgt uns eine Aufgabe, die wir Tag für Tag erfüllen müssen: die unserer Bekehrung.“

Gegen Ende seiner Ansprache ging der Papst auf das Ordensleben ein, das „ein prophetisches Zeichen der neuen Welt“ darstelle, „die hier und jetzt in der Geschichte erfahren wird“.

„Tatsächlich sind die Zeichen des Reiches Gottes, das bereits im Geheimnis der Kirche gegenwärtig ist, jene evangelischen Räte, die jede Erfahrung des geweihten Lebens prägen: Armut, Keuschheit und Gehorsam“, sagte Papst Leo. „Diese drei Tugenden sind keine Regeln, die die Freiheit fesseln, sondern befreiende Gaben des Heiligen Geistes, durch die sich einige Gläubige ganz Gott weihen.“

Konkret hieß es: „Die Armut drückt das vollkommene Vertrauen in die Vorsehung aus und befreit von Berechnung und Eigeninteresse; der Gehorsam nimmt die Selbsthingabe Christi an den Vater zum Vorbild und befreit von Misstrauen und Herrschaft; die Keuschheit ist die Gabe eines Herzens, das ganz und rein in der Liebe ist und im Dienst Gottes und der Kirche steht.“

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